Kohfeldt zu Kainz und Personal

„Eine Win-Win-Situation“

Mit dem Training am Dienstag startete beim SVW die Vorbereitung auf den Rückrundenauftakt gegen Hannover. Coach Florian Kohfeldt äußerte sich dahingehend zur Personallage und zum Wechsel von Florian Kainz.
15.01.2019, 21:05
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Von mw
„Eine Win-Win-Situation“
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Aus der südafrikanischen Sonne zurück ins Bremer Schmuddelwetter: Die Fußballer des SV Werder Bremen hatten nach der Rückkehr aus dem Wintertrainingslager in Johannesburg einen ordentlichen Temperatursturz zu verarbeiten. Coach Florian Kohfeldt ließ sich nach dem Training am Dienstag allerdings zu keinerlei Wehklagen ob der widrigen Witterung hinreißen: „Hier ist es angenehmer, Fußball zu spielen, als bei 30 Grad“, betonte Werders Chefcoach. Allein der graue Himmel anstelle der Sonnenstrahlen sei eine wirkliche Veränderung: „Das kennen wir nicht mehr.“

Eine Beeinträchtigung in der Vorbereitung auf das erste Rückrundenspiel gegen Hannover 96 sieht natürlich anders aus. Ohnehin zeigte sich Kohfeldt auch abseits eines lockeren Plausches über das Bremer Wetter gewohnt entspannt. Dabei dürfte nicht geschadet haben, dass die Rückkehr von Mittelfeld-Stabilisator Philipp Bargfrede zum Wochenende bevorsteht. „Er ist jetzt voll dabei“, betonte Kohfeldt. „Ob er dann in der Startelf oder im Kader ist, das wird sich dann entscheiden.“

Nur Gewinner beim Kainz-Deal

Nicht im Kader sein wird Florian Kainz. Der Österreicher wechselt zum 1. FC Köln, wird am Freitag den obligatorischen Medizincheck absolvieren. Kohfeldt äußerte einmal mehr seine große persönliche und sportliche Wertschätzung für Kainz, machte aber auch deutlich, dass alle Beteiligten mit der gefundenen Lösung sehr gut leben könnten. „Wie sagt man so schön: Eine Win-Win-Situation“, formulierte es Werders Chefcoach, der Kainz zwar gerne behalten hätte, aber Verständnis für dessen Wunsch nach Veränderung zeigte. „Ich kann sehr, sehr gut nachvollziehen, dass Kainzi die Erwartungen, die er hatte an die Rolle hier nicht mehr erfüllt gesehen hat“, so Kohfeldt. Mit dem bevorstehenden Köln-Wechsel ist auch die Hauptbedingung von Werders Chefcoach erfüllt: „Ich hätte ihn nicht zu einem direkten Konkurrenten gehen lassen.“

Einen Ersatz für Kainz soll es nicht geben, Kohfeldt möchte den Abgang intern kompensieren. Die Kandidaten: Johannes Eggestein, Josh Sargent, Yuya Osako, Martin Harnik – und bald wieder Fin Bartels. „Wir sind auf dieser Position sehr gut besetzt. Jojo hat definitiv den nächsten Schritt gemacht, Josh ist auf dem Weg dahin. Fin ist auf dem Rückweg in den Kader. Yuya kommt über kurz oder lang wieder dazu, Martin Harnik nicht zu vergessen – wir sind da sehr gut besetzt, quantitativ wie qualitativ“, zählte der Werder-Trainer seine Optionen auf. Und auch Milot Rashica sei eine Option – noch dazu eine, mit der Kohfeldt die Frage nach einem möglichen Tempoverlust im Angriff kontern konnte: „Wenn Milot und Josh spielen, sind wir schneller“, bilanzierte Werders Chefcoach. Und auch Johannes Eggestein würde nicht weniger Geschwindigkeit in die Werder-Angriffe bringen als Flügelstürmer Kainz.

Entwarnung bei Osako

Keine Sorgen macht sich Kohfeldt um Osako, der das zweite Gruppenspiel mit der japanischen Nationalmannschaft beim Asien-Cup angeschlagen verpasst hatte. „Ich gehe davon aus, dass er wieder spielen kann“, sagte der Trainer. Die Japaner treffen an diesem Donnerstag im letzten Gruppenspiel auf Usbekistan und sind schon eine Runde weiter. Meldungen, dass Osako bereits vor Weihnachten Hüftprobleme gehabt habe, widersprach Kohfeldt. Schließlich habe der Stürmer gegen Hoffenheim und Leipzig gespielt.

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