Werder Bremen Ekicis Verletzungspause ist beendet

Bremen. Etwas mehr als eineinhalb Wochen sind es gewesen, die Mittelfeldspieler Mehmet Ekici bei Werder Bremen gefehlt hat. Dass die Grün-Weißen seit geraumer Zeit um das Karlsruher Mittelfeldtalent Hakan Calhanoglu wirbt, motiviert Ekici umso mehr.
29.07.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Ekicis Verletzungspause ist beendet
Von Oliver Matiszick

Bremen. Etwas mehr als eineinhalb Wochen waren es, die Mehmet Ekici gefehlt hatte. Das ist ärgerlich, so mitten in der Vorbereitung auf eine Saison, in der sich nicht nur eine radikal veränderte Mannschaft untereinander finden, sondern als Ganzes zugleich auch noch in einem neuen Spielsystem orientieren muss. Und doch konnte es Ekici, der am Samstag erstmals seit seiner vorzeitigen Abreise aus dem Trainingslager im Zillertal wieder mit der Mannschaft auf dem Platz stand, verschmerzen.

Weil sich die aktuelle Pause aufgrund einer Muskelverletzung im Vergleich zu dem, was er in der Vorsaison erlebt hatte, wie ein Witz ausnahm. Da hatten ihn die Folgen einer alten Leistenverletzung erst nahezu die gesamte Vorbereitung gekostet und dann im Frühjahr das vorzeitige Saisonende beschert, weil er sich operieren lassen musste. Ekici, das durfte so festgehalten werden, konnte in seinem ersten Werder-Jahr nie wirklich ankommen. Nun, ein Jahr später, ist alles anders, erneute Zwangspause in der Vorbereitung hin oder her. "Ich denke nicht, dass ich viel verpasst habe", sagt Ekici, "ich kenne meine Mitspieler ja viel besser als vergangenes Jahr. Und außerdem ist die Vorbereitung lang."

Vor allem dauert seine Vorbereitung auch schon viel länger als die der Kollegen. Denn nach der OP im April, bei der vernarbtes Gewebe eines früheren Eingriffs an der Leiste entfernt worden war, nutzte Ekici den Sommer vor allem dazu, um seinen körperlichen Rückstand auszubügeln. Zweieinhalb Wochen Urlaub gönnte er sich während der sechswöchigen Pause, der Rest war intensive Aufbauarbeit in Bremen. "Ich hatte ja zweieinhalb Monate vorher praktisch nichts machen können. Ich hatte einiges aufzuarbeiten...", sagt Ekici.

Auch mit Blick darauf, dass er den Denker- und Lenkerposten in Werders Mittelfeld bisher nie wie erwartet ausfüllen konnte. Dieses Jahr will er es endlich tun; nicht umsonst hat er bei der Verteilung der Rückennummern darauf bestanden, die aussagekräftige wie prestigeträchtige Nummer Zehn zu bekommen. Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein sieht er dann auch möglicher weiterer Konkurrenz entgegen. Dass Werder seit geraumer Zeit um das Karlsruher Mittelfeldtalent Hakan Calhanoglu wirbt und nun auch noch an Chelseas Offensiv-Allrounder Kevin de Bruynedran ist? Egal. "Der Konkurrenzkampf ist doch ohnehin groß – und dann würde er eben noch etwas intensiver werden", sagt Ekici, "ich denke, das pusht uns nur noch mehr, ans Limit zu gehen." Seit dem gestrigen Sonnabend ist er wieder dabei.

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