Endlich Ruhe auf der Sechs?

Anfang lobt Rapp und Groß

Das defensive Mittelfeld galt lange als Dauerbaustelle im Kader des SV Werder Bremen. Nun könnte das Problem gelöst sein, Trainer Anfang jedenfalls ist zufrieden.
17.09.2021, 09:19
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Cottäus

Frage: Was haben Nabil Bentaleb, Marko Grujic und Fredrik Aursnes gemeinsam? Antwort: Sie alle wollte der SV Werder Bremen in der jüngeren Vergangenheit mal verpflichten, um eine neue Alternative, ja bestenfalls eine Dauerlösung für die Sechserposition zu haben – und sie alle sind schließlich nicht an der Weser gelandet, was der Rolle vor der Abwehr nach und nach das Image einer Dauerbaustelle im Kader verpasste. In diesem Sommer, so hofft es der Zweitligist, könnte sich das Problem nun endlich gelöst haben – und zwar heimlich, still und leise. Dank eines Routiniers und eines Neuzugangs, der zuletzt gar nicht auf der Sechs spielte.

Während der vergangenen beiden Partien gegen Rostock und Ingolstadt war es Christian Groß (32) und Nicolai Rapp (24) gelungen, im Zentrum für Ordnung zu sorgen. Groß agierte dabei im defensiven Mittelfeld, Rapp, der im Sommer aus Darmstadt gekommen war, ließ sich als Achter bei Bedarf fallen und arbeitete fließig nach hinten mit. „Mit Rappo und Grosso haben wir zwei Spieler, die eine gewisse Erfahrung haben und da zu Hause sind“, sagt Trainer Markus Anfang, lässt aber auch nicht unerwähnt, dass ihn auch der andere Achter, Niklas Schmidt, defensiv überzeugt habe.
Aufgrund der angespannten finanziellen Situation hatte Werder sich im Sommer genau überlegen müssen, in welche Positionen viel Geld investiert wird. Die Wahl fiel letztlich nicht auf die Sechs, weil der Verein sich dort – auch dank des eigenen Nachwuchses – für gut aufgestellt hält.
Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz verweist in diesem Zusammenhang etwa auf Manuel Mbom oder Ilia Gruev – und schiebt das Image der Sechs als Dauerbaustelle ganz weit weg: „Das wurde nur von außen so gesehen.“

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