Kohfeldt zum Leverkusen-Spiel

„Es gibt keinen negativen Druck“

Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat die besondere Bedeutung des Pokalspiels gegen Leverkusen hervorgehoben und betont, dass seiner Mannschaft derartige K.o.-Duelle liegen.
05.02.2018, 13:28
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„Es gibt keinen negativen Druck“
Von Christoph Bähr
„Es gibt keinen negativen Druck“

Wies während der Pressekonferenz vor dem Spiel in Leverkusen auf Werders Pokal-Historie hin: Coach Florian Kohfeldt.

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Diese Serie ist bemerkenswert. Sechsmal hat Werder im DFB-Pokal gegen Leverkusen gespielt, sechsmal haben die Bremer gewonnen. Für Trainer Florian Kohfeldt hat diese grün-weiße Erfolgsbilanz vor dem Viertelfinal-Duell am Dienstagabend (20.45 Uhr) allerdings keine Bedeutung: „Wir beziehen uns nicht auf diese Serie, und sie wird Leverkusen auch nicht einschüchtern.“

Was der Coach seinen Spielern aber sehr wohl vermittelt, ist die Pokal-Historie des sechsfachen DFB-Pokalsiegers Werder Bremen. „Wir weisen gerade neue Spieler darauf hin, welch große, traditionsreiche Bedeutung der Pokal für unseren Verein hat“, betonte Kohfeldt.

Im Pokal über sich hinauswachsen

Personell hat die aktuelle Mannschaft nichts mehr mit den erfolgreichen Pokalteams vergangener Zeiten zu tun. Einzig Philipp Bargfrede, der in Leverkusen voraussichtlich verletzt ausfällt, war 2009 schon da, als Werder letztmals den Pokal holte. Kohfeldt ist aber überzeugt davon, dass er auch Spieler im Kader hat, die in solchen K.o.-Spielen über sich hinauswachsen können. „Im Pokal ist es ein anderer Druck als in der Liga. Gegen Leverkusen gibt es jetzt nur dieses eine Spiel. Für eine der beiden Mannschaften gibt es kein Danach mehr. Das ist eine andere Situation. Sowas kann uns liegen, auch von der Mentalität her. Ich mag das“, sagte der Trainer.

Typen wie Max Kruse oder auch Niklas Moisander mit seiner Erfahrung seien prädestiniert für Partien, in denen es um alles oder nichts geht. „Ich schließe da aber die ganze Mannschaft ein“, unterstrich Kohfeldt. Der erfolgreichste Werder-Torschütze in dieser Pokal-Saison ist Ishak Belfodil, der bisher zweimal traf. Dass ihm K.o.-Duelle besonders liegen, wollte der Stürmer jedoch nicht bestätigen. „Es ist toll, dass ich zweimal im Pokal getroffen habe, aber ich gehe Pokalspiele genauso an wie Ligaspiele“, sagte Belfodil.

Für Florian Kohfeldt ist eines klar: „Wir können das Spiel in Leverkusen genießen. Es gibt keinen negativen Druck.“ Der jüngste Erfolg beim FC Schalke steigert die Vorfreude auf das Viertelfinale zusätzlich. „Dieser Sieg tut uns sehr gut, um unseren Weg weiter zu beschreiten und spielerische Momente zu kreieren“, erklärte Kohfeldt, betonte aber sogleich: „Der Sieg gegen Schalke ist nichts, worauf wir uns ausruhen können. Wir dürfen nicht nachlassen.“

Hier geht es zur Abstimmung zum Spiel:

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