Delaney bleibt Optimist Europa, warum nicht?

Die Chancen, dass Werder Bremen noch in den Europapokal einzieht, stehen nach zwei Niederlagen in Serie nicht gerade perfekt. Für Thomas Delaney kein Grund aufzugeben.
17.05.2017, 21:12
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Europa, warum nicht?
Von Nico Schnurr

Die Chancen, dass Werder Bremen noch in den Europapokal einzieht, stehen nach zwei Niederlagen in Serie nicht gerade perfekt. Für Thomas Delaney kein Grund aufzugeben.

Seit einer ganzen Weile schon übt sich Thomas Delaney an der deutschen Sprache. Knapp ein halbes Jahr ist der Däne nun bei Werder, und inzwischen gehen ihm mehr als nur ein paar Wortfetzen über die Lippen. Nur mit einem Wort hat Delaney noch seine Probleme: Abstiegskampf. Delaney müht sich, es richtig auszusprechen, wieder und wieder, nur will es ihm einfach nicht gelingen während des Pressegesprächs. Verständlich, schließlich hat Delaney das Wort schon seit einigen Wochen nicht mehr verwenden müssen – solange schon ist der Abstiegskampf kein Thema mehr bei Werder. Gut so, meint Delaney, ein anderes Wort fällt ihm ohnehin deutlich leichter: Europa.

„Wir spielen für Europa”, sagt Delaney vor dem Saisonfinale bei Borussia Dortmund am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr). „Warum eigentlich sollten wir nicht versuchen, nach Europa zu kommen?” Klar stünden die Chancen nach den beiden Niederlagen zuletzt nicht gerade perfekt. Auch dass für die Dortmunder noch die direkte Qualifikation zur Champions-League auf dem Spiel steht, dürfte es Werder nicht unbedingt einfacher machen. „Trotzdem ist das ein sehr schönes Spiel für uns, wir sind in einer angenehmen Position”, sagt Delaney. „Wir können nur gewinnen, wir haben doch nichts mehr zu verlieren: Dortmund hat den Druck, wir sind die Underdogs.”

Um die Restchance auf die Europa League tatsächlich zu nutzen, müssten sich die Bremer allerdings deutlich steigern, glaubt Delaney. „Wir haben in den letzten beiden Spielen zu viele Gegentore kassiert und zu viele individuelle Fehler gemacht.” Delaney nimmt sich da nicht aus, nach seinem Muskelfaserriss war er zuletzt auf der Suche nach seiner Form. „Vielleicht war ich im ersten Spiel noch ein bisschen hinterher, da passten Kopf und Fuß noch nicht wieder zusammen”, sagt Delaney, „aber ich habe jetzt keine Probleme mehr.”

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