Ex-Manager wird 75

Willi Lemke blickt mit Sorge auf das „Desaster“ bei Werder

Willi Lemke feiert am Donnerstag seinen 75. Geburtstag – und blickt mit Sorge auf Werder Bremen. In den vergangenen Jahren seien viele Fehler gemacht worden.
19.08.2021, 16:30
Lesedauer: 1 Min
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Von Maik Hanke

Werder Bremen war sein Lebenswerk. Als Manager formte er in den 80er- und 90er-Jahren die Mannschaft, die zwei Meisterschaften, drei Pokalsiege und den Europapokal der Pokalsieger holte. Anschließend saß er bis 2016 im Aufsichtsrat. Jetzt feiert Willi Lemke seinen 75. Geburtstag – und blickt mit Sorge auf seinen Verein.

„Das ist eine Situation, die ich mir so nie vorstellen konnte und eine der schwierigsten bei Werder, die ich erlebe“, sagt Lemke dem NDR. Abstieg, Existenznot, Ausverkauf des Kaders – all das nimmt den Jubilar auch Jahre nach seinem Ausscheiden aus den Vereinsämtern weiter mit. „Die wirtschaftliche und sportliche Situation zu sehen, ist furchtbar.“ In den vergangenen Jahren seien viele Fehler gemacht worden.

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Lemke gilt schon lange als großer Kritiker der aktuellen Vereinsführung und unterstützt die Aufsichtsrats-Anwärter Jörg Wontorra und Maria Yaiza Stüven Sanchez bei ihren Bewerbungen. Bei der anstehenden Mitgliederversammlung am 5. September mit Wahl des Aufsichtsrates hofft Lemke auf Veränderungen. „Damit das Desaster, vor dem wir jetzt stehen, möglichst rasch durch neue Entscheidungsträger korrigiert wird.“

Weil der Verein nun fast alle Stammspieler verkauft und bisher kaum Neuzugänge präsentieren könnte, fühlt Lemke mit Coach Markus Anfang: „Mir tut der Trainer leid.“ Anfang könne gar nicht wissen, mit welcher Mannschaft er im nächsten Spiel antreten soll. „Ich hoffe von Herzen, dass da noch etwas passiert und der Trainer eine Mannschaft aufbauen kann, die nicht in das Desaster der vergangenen Jahre hineinschlittert.“

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