Ex-Werder-Trainer droht Berufsverbot Anfang gibt Verstoß zu und will „reinen Tisch“ machen

Werders Ex-Trainer Markus Anfang hat offenbar einen Verstoß gegen die Hygienevorschriften von DFB und DFL zugegeben. Zumindest auf Zeit könnte dem Fußballlehrer daher ein Berufsverbot drohen.
23.12.2021, 10:33
Lesedauer: 1 Min
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Von Maik Hanke

Im Zuge des Impfpass-Skandals um Markus Anfang ermittelt nicht nur die Staatsanwaltschaft Bremen gegen den ehemaligen Trainer des SV Werder Bremen, auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Ermittlungen längst aufgenommen. Dem 47-Jährigen droht ein Berufsverbot – zumindest auf Zeit.

Nach Aufforderung des DFB habe Anfangs Anwalt inzwischen eine Stellungnahme an den Verband geschickt, berichtet die „Bild“-Zeitung. Darin soll Anfang, der vor einem Monat als Werder-Coach zurückgetreten war, einen Verstoß gegen die Hygienevorschriften von DFB und DFL zugegeben haben. Anfang erkläre darin seine Sorge vor den Folgen einer Impfung gegen das Coronavirus. In seiner Familie gebe es Herzerkrankungen. Auch Werder Bremen soll eine Stellungnahme eingereicht und erklärt haben, dass Markus Anfang sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr im Rahmen des Testprogramms des Vereins habe auf Corona testen lassen. Mit dem Hinweis, er sei geimpft, war Anfang aus dem regelmäßigen Testprogramms des Vereins ausgeschieden.

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Aktuell lässt der DFB die Ermittlungen so lange ruhen, bis die Staatsanwaltschaft das Verfahren abgeschlossen hat und klar ist, ob Anfang wirklich einen gefälschten Impfpass benutzt hat. Die Beweislast ist erdrückend. Erst danach würde der DFB-Kontrollausschuss einen Strafantrag stellen. Das Sportgericht könnte dann ein Berufsverbot auf Zeit verhängen. Ob Anfang die Fußball-Lehrer-Lizenz komplett entzogen werden könnte, sei noch unklar. Erst wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, wolle sich Markus Anfang selbst zu dem Fall äußern und „reinen Tisch machen, um wieder nach vorn schauen zu können“, heißt es in dem Bericht.

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