Empfang zu Ehren Max Lorenz'

Familientreffen zum 80. Geburtstag

Zu seinem 80. Geburtstag ehrt Werder Bremen Klub-Legende Max Lorenz mit einem Empfang im VIP-Raum des Weserstadions – und viele prominente Gäste der grün-weißen Familie feiern mit.
19.08.2019, 19:05
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Familientreffen zum 80. Geburtstag
Von Christoph Sonnenberg
Familientreffen zum 80. Geburtstag
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Früher, als er als Kind die ersten Autogramme gesammelt hat, da stand Hubertus Hess-Grunewald auch vor Max Lorenz. Lorenz war damals Mitglied der Meistermannschaft von 1965 und eins der Idole von Hess-Grunewald. „Max gehört zu einer großen Werder-Zeit“, sagt Werders Präsident über Lorenz. „Er ist ein Typ mit unglaublich positiver Ausstrahlung.“ Am Montag feierte Lorenz seinen 80. Geburtstag, Werder ehrte ihn mit einem Empfang in der VIP-Loge des Weserstadions. Und Hess-Grunewald, der vom jugendlichen Fan zum Präsident des Klubs geworden ist, hielt die Festrede.

Ein ganzes Leben in grün-weiß, das gilt – abgesehen von einem dreijährigen Abstecher zu Eintracht Braunschweig – für Lorenz wie für Hess-Grunewald. Und so war die Feier zu Ehren der Werder-Legende Lorenz ein Zusammentreffen vieler Generationen Werder Bremens, ein Familientreffen sozusagen. Von Hans Schulz, Uwe Reinders und Uli Borowka über Marco Bode bis zu Frank Baumann. „Der Empfang von Werder ist das schönste Geschenk zum Geburtstag“, sagte Lorenz. Eine Rede hielt auch Jürgen Born, der nicht Mitglied des Meisterteams von 1965 war, aber mit vielen der Spieler seit Jugendtagen befreundet ist. Gegen den Hemelinger Lorenz spielte Born mit Schwachhausen in der Jugend. Mit Arnold „Pico“ Schütz, Werders Ehrenspielführer, saß Born 1946 auf der Polizeiwache, weil sie als Kinder Kohlen geklaut hatten.

180 Gäste waren geladen, jeden einzelnen hat Lorenz persönlich begrüßt. Danach, gab Lorenz zu, war er doch ein bisschen kaputt. „Mit dem Lachen ist es nicht ganz so einfach, weil ich nicht mehr die jüngsten und besten Zähne habe“, scherzte er. Ex-Bundestrainer Erich Ribbeck war da, Olympiasieger Willi Holdorf und natürlich Uwe Seeler, sein siamesischer Zwilling aus Hamburg.

Beide haben fast ihr ganzes Leben als Freunde zusammen verbracht. Erst als Spieler, als Konkurrenten von Werder und dem Hamburger SV, aber auch als Kollegen in der Nationalelf bei den Weltmeisterschaften 1966 und 1970. Später arbeiteten beide bei Adidas. „Max ist ein liebenswerter Chaot, der gerne seine Späße macht“, sagt Seeler. „Wir haben immer Spaß miteinander gehabt.“ Und das soll auch noch so bleiben. Seelers Wünsche zum 80. Geburtstag: „Wir sind glücklich, dass Max sich wieder erholt hat und wir in zehn Jahren zum 90. Geburtstag noch ein Bier miteinander trinken können.“ Ob sein HSV dann wieder in der Bundesliga spielt, mag Seeler nicht vorhersagen. „Der HSV tut sich sehr schwer, unsere Mannschaft ist für die Bundesliga im Moment zu schwach. Ich kann da leider nicht helfen.“

Als Geschenk von Werder gab es 80 extra kreierte Briefmarken mit Lorenz’ Konterfei. Nach dem Empfang im Weserstadion wurde bei Grothenns Gasthaus in Hemelingen weitergefeiert. „Wenn wir anfangen zu feiern, geht es ein bisschen länger“, hat Lorenz verkündet. So soll es sein zum 80.

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