"11 Freunde" über Werders Vorsaison

Fehlende "Stinkstiefel" und ganz viel Vertrauen

Bevor die neue Spielzeit beginnt, sucht das Magazin "11 Freunde" nach dem Grund für Werders Siegesserie der Vorsaison - und findet ihn in der großen Vertrauensbasis aller Beteiligten.
01.08.2017, 14:00
Lesedauer: 2 Min
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Im Februar 2017 stand es nicht allzu gut um Werder - und auch nicht um Trainer Alexander Nouri. Die Partie beim FSV Mainz 05 galt und gilt noch immer als Schicksalsspiel. In jeglicher Hinsicht. "In der Woche vor dem Match habe ich die meisten Medientermine dieser Saison gemacht", erinnert sich Nouri im Magazin "11 Freunde". "Ich wollte zeigen, dass wir an uns glauben und den Mut haben, an unserem Weg festzuhalten."

Eben jener gemeinsame Weg, er sei vor allem ein Produkt des ständigen Austausches und gegenseitigen Vertrauens gewesen, schreibt das Magazin. Erst recht nach der bitteren 2:3-Pleite zwei Wochen zuvor in Augsburg. "Wir hatten sehr gut gespielt und dennoch verloren, an diesem Punkt hätte alles auseinanderbrechen können", wird Zlatko Junuzovic in dem Artikel zitiert. Stattdessen habe man sich jedoch zusammengerauft und viel Zeit gemeinsam verbracht, so der Österreicher weiter.

Im Vorfeld der Mainz-Partie habe Nouri dann laut "11 Freunde" einmal mehr mit seinen Offensivakteuren an der Taktiktafel diskutiert und gefragt, was sie an seiner Stelle ändern würden. Im weiteren Verlauf habe sich dann ein ausführliches Gespräch entwickelt, die Spieler eigene Varianten skizziert. Am Ende sei man übereingekommen, so das Magazin weiter, "dass der Weg zum Erfolg zuallererst über die gesicherte Defensive führt und es um jeden Preis gelingen muss, ein Gegentor zu verhindern".

Dieser Plan funktionierte sofort (2:0), plötzlich startete Werder in den Folgewochen eine Siegesserie. "Irgendwann in der Rückrunde wurde uns klar", zitiert das Magazin Fin Bartels, "es kann passieren, was will, wir werden hier nicht verlieren, selbst wenn wir in Rückstand geraten." Der 30-Jährige sieht den Schlüssel des Erfolges ebenfalls im guten Miteinander. "Unser Glück war, dass wir keinen Stinkstiefel dabei hatten, dass wir uns gegenseitig die Erfolge und Einsätze gegönnt haben."

Das letztlich ruhige Saisonende sei laut "11 Freunde" auch der Vereinsführung zu verdanken, das Handeln könne sogar als "Blaupause" dienen. "Werder trotzt der Krise nicht, weil die Verantwortlichen - wie sonst im Fußball üblich - das Personalkarussel rotieren lassen, sondern das Selbstbewusstsein haben, trotz vieler Rückschläge den eingeschlagenen Weg fortzusetzen." So werde nicht aus "rein emotionalen Erwägungen" entschieden.

Den kompletten Artikel über Werders ereignisreiche Vorsaison lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazin "11 Freunde". (mbü)

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