Verschiedene Positionen Agu und die "Felixibilität" bei Werder

Bei Werder wird das Wort Flexibilität jetzt anders geschrieben. Neu heißt es: „Felixibilität“ – abgeleitet von Felix Agu, dem derzeit so viel Fähigkeit zum Wandel abverlangt wird, wie keinem anderen Profi.
23.08.2021, 11:44
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Von Carsten Sander

Gegen den Karlsruher SC durfte Felix Agu als Rechtsverteidiger auflaufen, nachdem er in den vier Pflichtspielen zuvor als Linksaußen-Notlösung hatte herhalten müssen. Auf dem Platz gibt es zwischen keinen anderen Positionen eine derart große Distanz wie zwischen diesen beiden. Und auch in Agus Performance auf den unterschiedlichen Planstellen klafft eine große Lücke. Als Rechtsverteidiger, das zeigte sich in Karlsruhe, ist Agu eine gewisse Größe. Als Linksaußen war es – wohlwollend formuliert – eher so lala gewesen. Das Hin und Her soll für ihn deshalb auch nicht zum Programm werden. Einmal wieder hinten angekommen, soll Agu jetzt auch hinten bleiben.

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„Wir wollen ihn auf einer Position sehen“, sagt Clemens Fritz, der Bremer Leiter Profi-Fußball und meint damit nicht nur das Wechselspiel Angriff/Abwehr, sondern auch das zwischen links und rechts. Grundsätzlich hat Agu die „Felixibilität“, auf der einen oder anderen Seite verteidigen zu können. In den vergangenen Monaten lag der Schwerpunkt für den Rechtsfuß eher links, doch wenn Werder die geplante Verpflichtung eines Linksverteidigers – nach Ludwig Augustinssons Abgang ist der Bedarf offenkundig – noch durchzieht, ist Agu frei für die Position, die er in Karlsruhe besetzt und sehr ordentlich ausgefüllt hat. Fritz sagt, er fände es „bemerkenswert, wie sich Felix Woche für Woche auf die unterschiedlichen Aufgaben einstellt. Diese Flexibilität ist natürlich gut, aber er braucht auch eine gewisse Sicherheit, wo er spielt.“

In Karlsruhe erwies sich Agu als echter Abwehrmann und ließ in der 88. Minute die Top-Chance zum Siegtreffer aus. Im Strafraum kam er frei zum Abschluss, schloss aber ohne Überzeugung und Präzision und somit ohne Erfolg ab. Trainer Markus Anfang stöhnte über eine vergebene „Hundertprozentige“ – so viel „Felixibiltät“ steckt dann eben doch nicht in Agu, als dass er auch noch zum Matchwinner würde.
 

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