Geplante Winter-WM in Katar 2022 FIFA-Pläne für Eichin ein "Armutszeugnis"

Das Votum der FIFA-Task-Force für die Verlegung der WM 2022 in den Winter kommt bei Werder Bremen nicht gut an. Sportchef Thomas Eichin findet deutliche Worte für die neuen FIFA-Pläne.
24.02.2015, 17:14
Lesedauer: 2 Min
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Das Votum der FIFA-Task-Force für die Verlegung der Fußball-WM 2022 in den Winter kommt bei Werder Bremen nicht gut an. Sportchef Thomas Eichin findet deutliche Worte für die neuen Pläne des Weltfußballverbandes.

"Wahnsinn", sagte Eichin am Dienstag in einer ersten Reaktion. Die bevorstehenden Konsequenzen wollte sich der Sportchef gar nicht im Detail ausmalen – ihm reichte schon der Fakt, dass die FIFA überhaupt die Verlegung der WM umsetzen will.

Als "Armutszeugnis" und "extrem unprofessionell" kritisierte Eichin das Vorgehen des Weltfußballverbandes, der mit der Neu-Terminierung des Turniers schließlich seine eigene Zusage an Katar kassiert habe.

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Die häufig kritisierten klimatischen Bedingungen sind dem Ex-Profi als Begründung zu dünn. So basierte die Bewerbung Katars auf einem Konzept, das die Sommerhitze berücksichtigt habe. "Ich glaube schon, dass die Katarer das hingekriegt hätten", sagte Eichin. Ohnehin habe es immer schon WM-Spiele unter extremen klimatischen Bedingungen gegeben, beispielsweise in Mexiko oder zuletzt im brasilianischen Regenwald-Spielort Manaus.

Die Folgen der FIFA-Entscheidung für den Spielbetrieb, das weiß auch Eichin, "sind enorm". Er mutmaßte sogar, dass es sich über drei Saisons hinziehen dürfte, eher der Spielkalender wieder im Lot ist.

Klubs wollen Entschädigung

Die europäischen Vereine haben derweil bereits Entschädigungsansprüche angemeldet. Die Neu-Terminierung stelle "eine sehr schwierige und anspruchsvolle Aufgabe dar", betonte Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der europäischen Club-Vereinigung ECA, am Dienstag.

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Den Klubs und Ligen könne "nicht zugemutet werden, allein den Preis für die Verlegung der FIFA WM in den Winter zu bezahlen. Wir erwarten ebenso die seriöse Bereitschaft, den Schaden für die Klubs fair zu kompensieren", stellte Rummenigge klar.

Dass sich die vom Weltverband eingesetzte Task Force für den Termin im November/Dezember 2022 ausgesprochen hatte, "kommt nicht überraschend", erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern. Die Entscheidung habe sich "in letzter Zeit abgezeichnet". Nun müssten die weltweiten Terminkalender der Saison 2022/23 abgestimmt werden. "Es wird eine große Kompromissbereitschaft von allen verlangt", sagte Rummenigge.
(wk)

>> Lesen Sie hier mehr zu den Plänen der FIFA-Task-Force

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