Werder-Profi Flaggen-Ärger bei der WM vor dem Trikot von Veljkovic

Ein Foto aus der Kabine der serbischen Nationalmannschaft vor dem WM-Spiel gegen Brasilien sorgt vor allem im Kosovo für reichlich Ärger – und Milos Veljkovic ist unfreiwillig ein Teil dieser Geschichte.
26.11.2022, 14:21
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Von kni

Auf dem Bild ist eine äußerst heikle Fahne zu sehen, die ganz offensichtlich vor dem Platz des Profis vom SV Werder Bremen platziert wurde, dahinter ist untere anderem sein Nationaltrikot zu erkennen. Kosovos Fußballverband (FFK) hat beim Fußball-Weltverband FIFA bereits Beschwerde eingereicht, in den sozialen Medien fordern einige Werder-Fans, dass sich Veljkovic  zu dem Vorfall äußert und sich davon distanziert.

Die DeichStube hat bei Werder nachgefragt. Veljkovic habe erst nach dem Spiel von dem Foto erfahren, als die Mannschaft in die Kabine gekommen sei, wäre dort keine Fahne gewesen, hieß es.

Der Vorfall ist durchaus brisant: Die Fahne zeigt Umrisse des Kosovo in den serbischen Farben sowie die Botschaft „Niemals aufgeben". Serbien erkennt den Kosovo nicht als Staat an und will seine frühere Provinz zurückhaben.  „Es ist beschämend, dass die Führer des Serbischen Fußballverbandes solche fremdenfeindlichen und völkermörderischen Hassbotschaften gegen ein gleichberechtigtes Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der FIFA und UEFA zugelassen haben", schrieb der FFK auf Twitter.

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Die Serben können die ganze Aufregung nicht verstehen. „Ich versichere, dass weder Spieler, Staff noch der Verband etwas mit dieser Aktion zu tun hatten. Die Flagge ist sehr populär in Serbien, ist aber sicher keine Provokation“, sagte der serbische Journalist Ivan Cvetkovic zu „20min.ch“. Er vermutet, dass ein VIP-Fan die Fahne in der Kabine aufgehängt haben könnte.

In den nächsten Tagen droht eine Fortsetzung des Themas. Denn am 2. Dezember treffen Serbien und die Schweiz aufeinander. Im Kader der Schweizer sind viele Spieler mit kosovarischen Wurzeln, nach dem Krieg Ende der 1990er Jahre waren viele Kosovo-Albaner in die Schweiz geflüchtet. 

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