Vor Bewährungsprobe gegen Leverkusen Friedls besonderes Wochenende

Marco Friedl dürfte am Sonntag in Leverkusen erstmals nach mehr als drei Monaten wieder ein Pflichtspiel bestreiten. Besonderen Gesprächsbedarf gibt es im Vorfeld laut Trainer Florian Kohfeldt trotzdem nicht.
13.03.2019, 15:19
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Friedls besonderes Wochenende
Von Christoph Bähr

Mehr als drei Monate lang nur Training und Testspiele, nicht eine Pflichtspielminute – Marco Friedl war bei Werder zuletzt immer dabei, stand bei jeder Partie im Kader, war aber nie mittendrin, weil er nie spielte. In der Offensive wechselt Trainer Florian Kohfeldt munter durch, in der Defensive verändert er dagegen wenig. Am Sonntag beim Spiel in Leverkusen muss er die Abwehr allerdings umstellen. Nach Sebastian Langkamps Schulterverletzung holte sich dessen Vertreter Milos Veljkovic beim 4:2-Sieg über Schalke die fünfte Gelbe Karte ab und ist gesperrt. Es könnte somit das Wochenende des Marco Friedl werden.

Am Sonnabend wird der Österreicher 21 Jahre alt, am Sonntag kann er dann zeigen, warum bei Werder alle konsequent seine Fähigkeiten loben, obwohl er in dieser Saison bisher nur auf 227 Pflichtspielminuten kommt. „Ich plane mit Marco und bin ganz ruhig, weil ich weiß, was Marco kann“, sagte Kohfeldt nach dem Schalke-Spiel. Es ist also damit zu rechnen, dass Friedl gegen Leverkusen seine Chance als zweiter Innenverteidiger neben Niklas Moisander bekommt. „Wer Marco kennt, weiß, dass er sehr stabil ist. Ich mache mir da überhaupt keine Sorgen“, betonte Kohfeldt nun noch einmal.

Solch ein Kaltstart nach Monaten ohne Einsatz ist zweifellos schwierig. Viele Augen werden auf Friedl gerichtet sein. Da muss ein Spieler auch mentale Stärke besitzen. Dass Friedl die hat, bewies er in der Hinrunde. Ausgerechnet bei der 2:6-Hinspielpleite gegen Leverkusen erwischte der Verteidiger einen rabenschwarzen Tag und wurde nach mehreren Fehlern zur Pause ausgewechselt. Nur drei Tage später stand er beim Pokalspiel gegen Flensburg (6:1) erneut in der Startelf und bot trotz der schlechten Vorzeichen eine souveräne Leistung. Genauso sicher spielte er Anfang Dezember beim 3:1 gegen Düsseldorf.

Vor dem Leverkusen-Spiel betonte Kohfeldt also: „Wir schicken Marco jetzt nicht auf die Couch. Das ist nicht nötig.“ Besonderen Gesprächsbedarf gebe es auch nicht. „Ich werde diese Woche nicht mehr speziell mit ihm reden. Ich werde ihn inhaltlich auf das Spiel vorbereiten, mehr nicht“, sagte der Coach. Bei Werder sind sie also überzeugt von Friedl und würden ihn auch gerne länger behalten. Bis zum Saisonende ist er vom FC Bayern ausgeliehen. Das Interesse an einer Verpflichtung sei in München hinterlegt, sagte Sportchef Frank Baumann bereits vor einiger Zeit. Die beiden Klubs müssen sich aber noch einigen. Der Leihvertrag könnte verlängert oder Friedl gekauft werden. Laut Kohfeldt besitzt der Verteidiger das Potenzial, um ein Topspieler zu werden. Am Sonntag kann er das nach langer Zeit mal wieder auf dem Platz beweisen.

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