Fritz-Ansage für Werder-Profis

„Über den Schmerz gehen“

Der SV Werder Bremen braucht dringend wieder Punkte, um nicht doch noch in akute Abstiegsnot zu geraten. Der Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz macht dafür eine klare Ansage an seine Profis.
13.04.2021, 21:21
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Von Björn Knips
„Über den Schmerz gehen“

Clemens Fritz fand deutliche Worte an seine Spieler.

Andreas Gumz

Jetzt wird es ernst: Der Vorsprung des SV Werder Bremen auf die Abstiegszone beträgt sechs Spieltage vor Schluss nur noch vier Punkte. Von Ex-Kapitän Clemens Fritz, der inzwischen als Leiter Profi-Fußball bei Werder arbeitet, gibt es nun zum Start in die Trainingswoche für das Spiel am Sonntag bei Borussia Dortmund eine klare Ansage an die Profis: „Wir sind im Endspurt, da müssen alle Kräfte gebündelt werden und man muss auch mal über den Schmerz hinausgehen. Denn es ist für uns alle wichtig, die nötigen Punkte einzufahren.“ Schließlich kann sich Fritz noch gut an das große Zittern vor einem Jahr erinnern und gesteht deshalb in Anlehnung an einen Vergleich von Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald: „Uns allen wäre es lieb, wenn uns diese Nahtod-Erfahrung diesmal erspart bleibt.“

Nun ist Fritz aber keineswegs übermäßig besorgt oder sogar ängstlich, sondern bei aller Vorsicht auch optimistisch: „Wir wissen, dass wir noch Punkte brauchen. Für uns ist es dabei wichtig, positiv nach vorne zu schauen. Wir haben den absoluten Glauben an uns.“
Die Öffentlichkeit sieht das zum Teil etwas anders. Da gibt es nach vier Niederlagen am Stück durchaus Zweifel, dass Werder den Klassenerhalt wirklich schaffen wird. Doch Fritz verweist dabei auf die letzten Gegner, „mit denen wir uns aktuell nicht auf Augenhöhe befinden“. Gemeint sind die Top-Drei der Tabelle, also Bayern, Wolfsburg und Leipzig. Dazu gab es noch das Spiel in Stuttgart, das unglücklich mit 0:1 verloren ging. Der 38-Jährige will sich jedenfalls nicht durch eine möglicherweise negative Stimmung nach der deutlichen 1:4-Pleite gegen Leipzig runterziehen lassen. „Es gibt da diese Phrase, dass man immer wieder aufstehen muss. Aber für mich sind wir gar nicht hingefallen“, sagt Fritz und stellt sich schützend vor das gesamte Team inklusive Trainer: „Wir haben unsere Mannschaft extrem verjüngt. Wir wussten doch immer, dass es auch Rückschläge geben wird. Die werden wir verarbeiten. Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, daran arbeiten wir, dafür werden wir alles raushauen.“ Und selbst Schmerzen sollen dabei nun keine Rolle mehr spielen.

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