Bleibt er erste Wahl in Werders Sturm?

Füllkrug steckt im Formtief

Niclas Füllkrug müsste die Systemumstellung bei Werder mit drei Angreifern eigentlich entgegenkommen. Aber das ist offenbar nicht der Fall - der 28-Jährige hat ein Formtief.
03.08.2021, 11:48
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Björn Knips
Füllkrug steckt im Formtief

Niclas Füllkrug.

nordphoto GmbH / Kokenge

Begeistert war Niclas Füllkrug wahrlich nicht, als für ihn der Arbeitstag nach 68 Minuten in Düsseldorf endete. Werder-Coach Markus Anfang brachte Felix Agu für den Mittelstürmer, der wie schon am ersten Spieltag gegen Hannover 96 sehr unauffällig agiert hatte. Auch gegen seinen Ex-Club war Füllkrug vorzeitig ausgewechselt worden – immerhin erst nach 82 Minuten. Der 28-Jährige steckt im Formtief.

Dabei müsste ihm gerade die Systemumstellung mit drei Angreifern entgegenkommen, doch Füllkrug wirkt verunsichert, kann kaum Bälle festmachen oder ist nicht handlungsschnell genug wie bei seiner Großchance in Düsseldorf, als ihn Niklas Schmidt bedient hatte.

Allerdings kommt so eine gute Vorarbeit im Bremer Spiel auch noch zu selten vor. „Wir müssen viel mehr Strafraumszenen herstellen“, hatte Trainer Markus Anfang nach dem Hannover-Spiel gefordert. In Düsseldorf wurde es besser, aber noch nicht gut genug für Füllkrug. Da fehlt dann schon ein Leonardo Bittencourt, der den Mittelstürmer mit Bällen gefüttert hat. Mindestens drei Wochen wird der Offensivmann, der zuletzt auf dem Flügel gespielt hat, wegen seiner Knieverletzung noch fehlen.

Ob Füllkrug dann noch erste Wahl im Sturmzentrum ist, bleibt abzuwarten. Dort könnte auch Josh Sargent spielen, der aktuell auf den Flügel ausweichen muss. Mit seinen zwei Toren hat der US-Amerikaner ein Zeichen gesetzt. Möglicherweise macht ihn das auf dem Transfermarkt wieder interessanter. Denn eigentlich lautet Werders Plan: Sargent verkaufen und mit dem Geld einen Flügelspieler sowie einen weiteren Mittelstürmer verpflichten. Kevin Behrens lag ein Angebot vor, doch der entschied sich für einen ablösefreien Wechsel vom SV Sandhausen zum Erstligisten Union Berlin.

Das Bremer Interesse zeigt, dass Werder Bedarf auf dieser Position sieht – und das obwohl in Füllkrug ein Hochkaräter vorhanden ist. So wie ihn fast alle ambitionierten Clubs haben: Schalke 04 (Simon Terodde), Hamburger SV (Robert Glatzel), Fortuna Düsseldorf (Rouwen Hennings) oder Hannover 96 (Marvin Ducksch). Die beiden Letztgenannten haben übrigens gegen Werder getroffen, Füllkrug ist dagegen bislang leer ausgegangen. 
 

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+