Werder Bremen Für Ekici bleibt nur die Bank

Sinsheim·Bremen. Auswärts 4:1 gewonnen – sind alles froh und glücklich? Eine Ausnahme hat es gegeben unter den Siegern von Hoffenheim. Denn es gab einen Verlierer in Bremer Reihen: Mehmet Ekici.
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Für Ekici bleibt nur die Bank
Von Thorsten Waterkamp

Sinsheim·Bremen. Auswärts 4:1 gewonnen – sind alles froh und glücklich? Eine Ausnahme hat es gegeben unter den Siegern von Hoffenheim. Denn es gab einen Verlierer in Bremer Reihen: Mehmet Ekici.

Eigentlich wäre der gebürtige Münchner erster Nachrücker, falls es in Werders Kreativabteilung im Mittelfeld Ausfälle zu beklagen gibt. Sollte man zumindest meinen. In Hoffenheim gab es mit Zlatko Junuzovic (Gelbsperre) und Aaron Hunt (Wadenprellung) gleich zwei Ausfälle, und doch blieb Ekici nur der Platz auf der Bank. Selbst als Thomas Schaaf fünf Minuten vor Schluss den Mittelfeld-Ersatz Clemens Fritz auswechselte, schickte der Trainer lieber den Innenverteidiger Assani Lukimya als Mittelfeld-Aushilfe auf den Platz als die gelernte Fachkraft Ekici.

Seit Monaten schon spielt der 22-Jährige in Schaafs Planungen augenscheinlich keine Rolle mehr, über Wochen stand er nicht einmal im 18-köpfigen Kader für die Bundesliga-Spiele. Seine Einsatzzeit in dieser Saison beträgt gerade einmal 25 Minuten in drei Partien.

Hoffenheim am Sonntag war nun ein neuerlicher Nackenschlag für Ekici, der selbst zu seiner Situation schweigt. Vor allem die Lukimya-Einwechslung wirkte wie das ultimative Signal, dass der Mittelfeldspieler, der vor anderthalb Jahren für erkleckliche 5,5 Millionen Euro zu Werder gekommen war, in Bremen nicht gebraucht wird – und sich im kommenden Winter vermutlich einen neuen Verein suchen kann.

Schaaf hatte durchaus Gründe parat, warum er Ekici nicht in die Startelf berufen und an seiner Statt Clemens Fritz und Aleksandar Ignjovski aufgestellt hatte. "Ich habe mir Gedanken gemacht, wie wir sicher stehen können, und mehr auf den defensiven Part gesetzt. Deshalb ist die Entscheidung für ,Iggi‘ gefallen."

Den späten Lukimya-Einsatz begründete Schaaf mit dem Hinweis, er habe "einen Kopfballspieler drin haben wollen, damit bei hohen Bällen keine Unruhe entsteht". Wie viel Unruhe ein demoralisierter Gegner fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 1:4 noch veranstalten kann, verriet Werders Chefcoach indes nicht.

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