Rosenberg verzichtet auf Nationalteam Für Markus Rosenberg geht Werder vor

Bremen. Markus Rosenberg will sich voll auf Werder konzentrieren und hat seinen Verzicht auf Spiele in der schwedischen Nationalmannschaft erklärt. Er sieht keine Chance auf einen Stammplatz in Nationalteam, da Ibrahimovic momentan gesetzt ist.
08.08.2011, 09:06
Lesedauer: 2 Min
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Für Markus Rosenberg geht Werder vor
Von Marc Hagedorn

Bremen. Markus Rosenberg hatte alle Hände voll zu tun. Als er gestern Vormittag sein Regenerationsprogramm am Weserstadion beendet hatte, wartete eine Fernsehreporterin auf ihn. Markus Rosenberg musste kurzerhand noch ein Interview im Innenraum des Stadions geben, in dem er einige Stunden zuvor seine sportliche Wiederauferstehung für Werder Bremen gefeiert hatte. Als das Interview vorbei war, schlenderte Rosenberg zu seinem Auto. In den Händen hielt er einen Wimpel und ein Trikot. Es waren die Auszeichnungen für den „Man of the Match“, den „Spieler des Spiels“, der nach jedem Werder-Heimspiel gekürt wird. Am „Mann des Tages“ Markus Rosenberg gab es keinen Zweifel.

Mit seinen zwei Toren hat er WerderBremen den ersten Bundesliga-Startsieg seit fünf Jahren beschert und sich selbst in Position gebracht. Werderhat sechs ambitionierte Stürmer im Kader. Claudio Pizarro gilt – sofern gesund – als gesetzt, so dass in der Regel für fünf Bewerber noch ein Platz im Angriff frei ist. „Wenn man zwei Tore schießt, hat man seine Position verbessert“, sagte Rosenberg zufrieden.

Ein Mann der großen Worte ist der Schwede trotzdem nicht, dafür sagten andere etwas. Klaus Allofs etwa. Der Werder-Boss meinte: „Das Jahr in Spanien hat ihm gut getan. Manchmal muss man wechseln, um schätzen zu lernen, wie schön es in der Bundesliga ist.“ Für Racing Santander hat Rosenberg zuletzt gespielt, neun Tore in der Liga geschossen und fast immer in der Startelf gestanden. „Ja“, sagt Rosenberg, „das war gut: ein anderes Land, eine andere Liga und eine Mannschaft, die anders Fußball spielt.“ Nämlich eher rustikal statt filigran. Rosenberg hat von all dem etwas mitgenommen. Mal abgesehen vom Geld. Auch das war eine neue Erfahrung. Die Primera Division sind nicht nur Real Madrid und der FC Barcelona, sondern auch viele, viele arme und nicht durchweg seriös wirtschaftende Klubs. Racing Santander schulde ihm noch einige Monatsgehälter, erzählte Rosenberg nach dem Kaiserslautern-Spiel. Er hat die FIFA eingeschaltet, die kümmert sich jetzt darum.

Um alles andere kümmert er sich selbst. Markus Rosenberg wirkt im Vergleich zu seiner letzten Bremer Saison heute robuster in den Zweikämpfen, beweglicher in seinem Spiel, war viel häufiger anspielbar als früher, weil er sich nicht versteckte. „Er tut mehr für sich und mehr für unser Spiel“, sagte Trainer Thomas Schaaf, der Rosenberg aus eben diesen Gründen im Vorteil gegenüber der Konkurrenz sieht und sich deshalb für ihn entschied.

Eine Entscheidung hat auch Markus Rosenberg getroffen. Für die nächste Zeit ist die Nationalelf kein Thema. Dem schwedischen Trainer Erik Hamrén hat er erklärt, sich auf Werderkonzentrieren zu wollen. „Schweden spielt mit einem Stürmer“, sagt Rosenberg, „dieser Stürmer ist Ibrahimovic. Was soll ich als dritter oder vierter Mann bei der Nationalmannschaft?“ Dann lieber zweiter Mann bei Werder.

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