Kruse spricht über seine Absage an Werder

„Die Wahrscheinlichkeit war von Anfang an gering“

Max Kruse hat sich wieder einmal bei Instagram zu Wort gemeldet und seine Absage an Werder erklärt. Er bat die Bremer Fans um Verständnis.
06.08.2020, 08:46
Lesedauer: 1 Min
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„Die Wahrscheinlichkeit war von Anfang an gering“
Von Christoph Bähr
„Die Wahrscheinlichkeit war von Anfang an gering“

Max Kruse kommuniziert am liebsten via Instagram.

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Im Hintergrund läuft Partymusik, Max Kruse ist noch immer im Spanien-Urlaub, doch dieses Mal spricht er mit ernster Miene. Nachdem Sportchef Frank Baumann am Mittwochnachmittag verkündet hatte, dass der ehemalige Kapitän Werder abgesagt habe, gingen bei Kruse offenbar viele Nachrichten ein. Daraufhin meldete er sich am späten Mittwochabend zu Wort - per Instagram, wie er es am liebsten tut. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass ein Wechsel zurück zu Werder eine geringe Wahrscheinlichkeit hat. Das wurde hochgepusht in den vergangenen Wochen, weil bekannt wurde, dass ich Kontakt zu Baumi und Flo hatte“, sagte der 32-Jährige und meinte Werders Sportchef Frank Baumann sowie Trainer Florian Kohfeldt.

Nachdem Kruse seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul wegen ausstehender Gehaltszahlungen aufgelöst hatte, beschäftigte sich Werder intensiv mit einer Rückholaktion. Der Offensivspieler ist womöglich ablösefrei zu haben, will gerne zurück in die Bundesliga und hat seine Gehaltsforderungen heruntergefahren im Vergleich zum vergangenen Jahr, als er nicht nur Werder, sondern etwa auch Eintracht Frankfurt zu teuer war. Das Finanzielle war dieses Mal nicht entscheidend, doch Kruse und Werder fanden trotzdem nicht zusammen. „Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden, den jeder respektieren sollte“, sagte Kruse. Baumann hatte durchblicken lassen, dass Werder nach den Gesprächen mit dem Ex-Nationalspieler auch selbst von einer Verpflichtung Abstand genommen hätte: „Max hat erklärt, was für ihn in den nächsten Jahren wichtig ist. Daher wäre es für uns kein großes Thema gewesen.“

Viele Bremer Fans hatten gehofft, dass eine gewisse Verbundenheit zu Werder existiert, die Kruse zu einer Rückkehr bewegen könnte. Sie mussten nun einsehen, dass der Ex-Kapitän andere Prioritäten setzt. Kruse bat die Bremer Anhänger um Verständnis: „Ihr werdet immer in meinem Herzen sein. An alle Werder-Fans: Vielen Dank für die Unterstützung! Ich freue mich, euch bald im Weserstadion wiederzusehen. In welchem Dress es auch immer sein wird.“ Seinen neuen Verein behält Kruse also immer noch für sich.

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