Testspiel gegen Zwolle Werder trifft das Tor nicht und verliert erstmals unter Ole Werner

Der SV Werder Bremen hat das Testspiel gegen PEC Zwolle verloren. Damit markiert dieser Test eine Premiere unter der Leitung von Trainer Ole Werner.
27.01.2022, 17:19
Lesedauer: 2 Min
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Von Malte Bürger

Manchmal ist der Fußball gar nicht so wichtig. Und genau deshalb hatten der SV Werder Bremen und PEC Zwolle beim gemeinsamen Testspiel am Donnerstagnachmittag erst einmal eine bedeutungsvolle Botschaft, die sie in die Welt schickten. Die Profis hielten vor dem Anpfiff ein Transparent in die Höhe, auf dem in großen Lettern „Nie wieder Auschwitz“ zu lesen war. Erst danach wurde an dem Tag, der ganz im Zeichen des Gedenkens an die Holocaust-Opfer stand, auch Fußball gespielt. Und dabei verlor eine stark veränderte Bremer Elf gegen den Tabellenletzten der niederländischen Eredivisie mit 0:1 (0:1).

Ganz mit dem schlechten Untergrund, der sich Werder zuletzt in Paderborn geboten hatte, war der Rasen des Stadions „Platz 11“ zwar nicht zu vergleichen, allerdings lud auch er nicht gerade zum munteren Kombinieren ein. Aber darum ging es Ole Werner auch nicht. Der Bremer Trainer wollte vielmehr, dass seine Reservisten beweisen konnten, dass auch sie sein 3-1-4-2-System verinnerlicht haben.

Während die Stammkräfte also komplett auf der Tribüne saßen, interessiert zuschauten und sich mit wärmenden Decken vor der Kälte schützten, probierte sich Werders „zweiter Anzug“, wie es gern so schön unschön heißt, aus. Das tat er zunächst ganz gut, allein Eren Dinkci vergab gleich mehrere gute Chancen. Und das sollte sich schnell rächen. Weil sich Werder nach 23 Minuten viel zu einfach auf der eigenen rechten Abwehrseite ausspielen ließ, segelte ungehindert eine Flanke vor das Tor, wo Zwolles Thomas van den Belt per Kopf die Führung für die Gäste markierte.

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Werder suchte zwar nach einer zügigen Antwort, fand sie aber nicht mehr vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel war es dann Roger Assalé, der nach einem Querschläger in der gegnerischen Defensive frei zum Abschluss kam, aber genau den Torwart anschoss. Kurz darauf eilte Mitchell Weiser unbedrängt nach schönem Doppelpass mit Dinkci über das halbe Feld und allein auf den Keeper zu – wurde jedoch immer langsamer und schoss dem Schlussmann schließlich ins Gesicht.

„Wir haben insgesamt gut die Räume gefunden und hatten auch die klareren Torchancen über 90 Minuten“, bilanzierte Ole Werner später. „Das ist aber sicher auch der Makel an dem Spiel, dass wir fünf oder sechsmal allein aufs Tor zugelaufen sind, daraus aber nicht mehr gemacht haben. Stattdessen verlieren wir durch eine Unaufmerksamkeit in der Zuordnung leider das Spiel.“

Nun war es immerhin kein Pflichtspiel, für Ole Werner war es dennoch die erste Niederlage, seitdem er bei Werder das Amt des Cheftrainers innehat. Leben konnte er damit allerdings trotzdem. „Man würde natürlich auch gern ein Testspiel gewinnen, aber mir ging es in erster Linie um die Erkenntnisse, die ich über Spieler sammeln konnte, die sonst noch nicht über einen solch langen Zeitraum unter mir gespielt haben“, sagte der 33-Jährige und dürfte damit auch Nick Woltemade gemeint haben, der in Hälfte zwei eingewechselt wurde und somit erstmals seit dem 2. Spieltag nach einer langwierigen Fußverletzung wieder auf dem Platz stand.

Werder: Zetterer - Mai, Chiarodia, Park (78. Dietrich) - Weiser (63. Mbom), Gruev, Schönfelder, Rapp, Schmidt (78. Straudi) - Dinkci, Assalé (63. Woltemade)

PEC Zwolle: Schendelaar (46. Hauptmeijer) - van Wermeskerken (46. Klooster), van den Berg, Voet (46. Vermaning) - Caschili (46. van der Haar), van den Bdelt (46. de Wit), Saymak (46. Huiberts), Kastaneer (46. Mbinga), Clement (46. Landu) - Redan (46. Tedic), Darfalou (46. Adzic)

Tor: 0:1 Thomas van den Belt (23.)

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