Vier Verteidigern droht Sperre Gelbe Gefahr für Werders Abwehr

Für Werder könnte es im Saisonendspurt in der Abwehr noch einmal richtig eng werden. Gleich vier Verteidigern droht eine Gelb-Sperre.
01.05.2017, 12:31
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Für Werder könnte es im Saisonendspurt in der Abwehr noch einmal richtig eng werden. Gleich vier Verteidigern droht eine Gelb-Sperre.

Insgesamt gehen sogar fünf Spieler der Grün-Weißen mit vier Gelben Karten in die letzten drei Spieltage: Theodor Gebre Selassie, Niklas Moisander, Milos Veljkovic, Robert Bauer und Florian Grillitsch. Werders Herangehensweise an die kommenden Partien wird sich deshalb aber nicht ändern. „Das muss man ausblenden. Man sollte sein Spiel nicht davon abhängig machen, ob man jetzt zwei oder vier Gelbe Karten hat“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann dem WESER-KURIER, um anzufügen: „Wenn wir in den letzten beiden Spielen vielleicht noch ein, zwei Sperren bekommen, dann ist das so. Aber das würden wir wegstecken können. Unser Kader ist gut besetzt.“

Während eine Sperre von Mittelfeldmann Grillitsch in der Tat noch ohne Probleme zu kompensieren wäre – Trainer Alexander Nouri hat mit Thomas Delaney und Florian Kainz gleich zwei starke Alternativen –, dürfte es bei den anderen aber schon etwas kniffeliger werden. Mit Gebre Selassie, Moisander, Veljkovic und Bauer könnten sich im Auswärtsspiel am kommenden Freitag in Köln theoretisch vier von fünf Stammabwehrspielern eine Gelb-Sperre einhandeln.

Dass gleich alle vier beim FC eine Gelbe Karte kassieren, ist zwar unwahrscheinlich. Dass zwei oder drei der betroffenen Spieler verwarnt werden, ist dagegen durchaus denkbar. Im bisherigen Saisonverlauf kommt Werder im Durchschnitt auf zwei Gelbe Karten pro Spiel. Sollte der Fall eintreten, ist Nouri gefordert, schließlich müssten die Bremer im darauffolgenden Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim neben der Startelf auch die Bank mit mindestens einem Backup-Verteidiger bestücken. Baumann bleibt trotzdem gelassen: „Man hat immer noch verschiedene Optionen, dort zu reagieren. Es kann durchaus sein, dass zum Beispiel Santi bald wieder zurückkommt.“

U23-Abwehrchef Verlaat als Option

Neben dem von Baumann angesprochenen Santiago Garcia, der derzeit seine Nackenverletzung aus dem HSV-Spiel auskuriert, sind Nouris Alternativen im Abwehrbereich allerdings recht überschaubar. Zumal Luca Caldirola nach seinem Mittelfußbruch noch nicht wieder zur Verfügung steht. Aus dem Profiteam bleibt nur Ulisses Garcia als etatmäßiger Abwehrspieler.

Nouri hat aber natürlich auch noch die Möglichkeit, Spieler aus der eigenen U23 zu den Profis zu beordern. Besonders anbieten würde sich Jesper Verlaat. Der Abwehrchef von Werders Drittligateam durfte schon mehrfach im Training und auch in Testspielen bei den Profis mitwirken – für ein Pflichtspiel der Bundesligamannschaft wurde der 20-Jährige bisher aber noch nie nominiert. Laut Baumann wäre er für den Ernstfall nun aber definitiv eine Option.

Werder trifft in den letzten drei Saisonspielen auf den 1. FC Köln (auswärts), empfängt im heimischen Weserstadion 1899 Hoffenheim – und zum Abschluss geht es nach Dortmund zum BVB. (mib/als)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+