Werders Österreicher Große Erwartungen an Prödl und Junuzovic

Wien. Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic befinden sich in den besten Jahren ihrer Profikarriere. Für sie ist die EM-Qualifikation mit Österreich fast eine Pflichtaufgabe und auch in Sachen Werder müssen sie entscheidende Weichen stellen.
08.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Große Erwartungen an Prödl und Junuzovic
Von Marc Hagedorn

Sebastian Prödl ist 27 Jahre alt, Zlatko Junuzovic wird in diesem Monat noch 27. Die beiden Werder-Spieler befinden sich als Profisportler in den besten Jahren ihrer Karriere, wie man so gerne sagt. Wenn nicht jetzt, wann dann wird man den besten Prödl und den besten Junuzovic aller Zeiten sehen? Das wünschen sich alle Werder-Fans, und das erwarten auch die österreichischen Anhänger.

Heute Abend startet Österreich in Wien mit dem Heimspiel gegen Schweden in die EM-Qualifikation. „Wir haben in der letzten Qualifikation eine sehr gute Basis geschaffen“, sagte Sebastian Prödl unter der Woche, „das System ist gleich geblieben. Wir brauchen uns nicht auf etwas Neues einzustellen. Die Voraussetzungen sind perfekt, und wir haben die Qualität für die Umsetzung.“ Während Zlatko Junuzovic, 32 Länderspiele, mit ziemlicher Sicherheit in der Startelf steht, musste Prödl, 45 Länderspiele inzwischen, wegen einer Verspannung an der Gesäßmuskulatur zuletzt mit dem Training aussetzen.

Tatsächlich ist die Nationalmannschaft, zu der mit Marko Arnautovic und Martin Harnik weiterhin zwei ehemalige Werder-Spieler gehören, unter Trainer Marcel Koller Schritt für Schritt besser geworden. In der WM-Qualifikation landete man nur knapp hinter Schweden in der deutschen Gruppe auf Platz drei. Platz drei ist jetzt auch das Minimalziel, besser noch wäre Rang zwei. Erstmals werden 23 Tickets für ein EM-Turnier vergeben, das heißt, dass die Ersten und Zweiten einer jeden Gruppe 2016 in Frankreich auf jeden Fall dabei sind. Dazu kommt der beste Gruppendritte. Alle anderen Drittplatzierten spielen eine Relegation. Neben Schweden heißen Russland, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein die Gruppengegner. Wenn nicht jetzt, wann dann will Österreich die Qualifikation schaffen?

Keine Entscheidung in Bremen

Zumal die biologische Uhr tickt. Bei der nächsten WM 2018 wäre Prödl schon 30 und Junuzovic fast. Allzu viel Zeit bleibt für das Duo auch in einer anderen Frage nicht: Im Sommer laufen ihre Verträge bei Werder aus. Ein erstes Bremer Angebot haben sie abgelehnt, jetzt hat der Klub ein zweites, verbessertes nachgelegt. Spätestens in der Winterpause will Werder eine Entscheidung haben, dann müssen sich Prödl und Junuzovic erklärt haben.

Bis dahin liegen viele Dinge klarer: Bis Dezember/Januar lässt sich absehen, wie viel Entwicklungspotenzial es bei Werder gibt. Und bis dahin lässt sich auch erahnen, wie es um die Nationalmannschaft Österreichs bestellt ist. Denn nach dem Schweden-Spiel heute folgen in diesem Jahr auch noch die Duelle mit Moldawien, Montenegro und Russland.

Die Verbandsbosse lassen nichts unversucht, um der Mannschaft den rechten Weg zu weisen. Gestern stattete Ski-Legende Hermann Meier dem Tross einen Besuch ab. Der zweifache Olympiasieger erzählte von den Höhen und Tiefen seiner Karriere. Bei Sebastian Prödl erzielte der Besuch die erhoffte Wirkung. „Das war sehr beeindruckend“, sagte Prödl, „der Glaube im Team ist sehr, sehr groß, eigentlich riesig.“

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