Kommentar zum Wechsel von Marko Marin Gutes Geschäft

Bremen. Ausverkauf bei Werder. Der Eindruck drängt sich auf, vor allem wenn man Claudio Pizarro, Naldo und Sokratis auch noch auf die Liste möglicher Abgänge setzt. Aber so weit wird es nicht kommen. Ein Kommentar von Marc Hagedorn.
29.04.2012, 11:22
Lesedauer: 1 Min
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Gutes Geschäft
Von Marc Hagedorn

Bremen. Erst Tim Wiese, der Nationaltorwart. Jetzt Marko Marin, der Nationalspieler - Ausverkauf bei Werder. Der Eindruck drängt sich auf, vor allem wenn man die Wackelkandidaten Claudio Pizarro, Naldo und Sokratis auch noch auf die Liste möglicher Abgänge setzt. Ein Schreckensszenario für jeden Werder-Fan.

Aber so weit wird es nicht kommen.

Zwar ist es wahrscheinlich, dass mindestens einer aus dem Trio Pizarro, Naldo, Sokratis noch gehen wird, aber alle drei wird Werder nicht ziehen lassen. Denn auch das ist eine Botschaft des Marin-Transfers: Werder speckt seinen Kader zwar weiterhin mächtig ab, wird dieses aber nicht auf die Spitze treiben.Schließlich ist der Aufbau einer Mannschaft, die bald wieder Europapokalformat besitzen soll, das erklärte Ziel. Auf Marko Marin kann man bei diesem Vorhaben offenbar verzichten.

Und das stimmt: Marko Marin hatte ein gutes Jahr bei Werder, es war sein erstes, als er an der Seite von Mesut Özil und Aaron Hunt wirbelte. Das ist inzwischen aber schon zwei Jahre her, und seitdem muss man festhalten, dass sich Marin nicht weiterentwickelt hat. Dafür gab es Gründe, na klar: Verletzungen, Teamkollegen, die außer Form waren, eine Mannschaft, die im Abstiegskampf steckte – das alles hat Marin ausgebremst. Aber selbst wenn er fit war, konnte er die hohen Erwartungen zuletzt nur selten erfüllen. Auch weil Thomas Schaaf nie den richtigen Platz im Spielsystem für ihn fand.

Dass Werder Marin jetzt für angeblich 8,5 Millionen Euro an den FC Chelsea verkaufen kann, ist deshalb ein gutes Geschäft. Für Marin, der seiner ins Stocken geratenen Karriere neuen Schwung verleihen kann. Gut aber auch für Werder, das sich durch die Einnahmen und das gesparte Gehalt Handlungsspielraum beim Neuaufbau verschafft. Allerdings: Das schöne Geld hilft gar nichts, wenn Klaus Allofs und Thomas Schaaf dafür nicht endlich die richtigen Leute einkaufen. Denn auch das ist klar: Ohne exzellente Verstärkungen wird die Rückkehr in die nationale Spitze und nach Europa sehr, sehr lange dauern.

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