Werder-Heimniederlage „Hätten ein Unentschieden verdient gehabt“: Stimmen zum Leipzig-Spiel

Werder Bremen hält gegen RB Leipzig lange Zeit gut dagegen, verliert am Ende aber dennoch 1:2 (0:1) und hadert mit den eigenen Fehlern. Die Stimmen zum Spiel von Ole Werner, Marco Friedl und Co.
12.11.2022, 19:12
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Marius Winkelmann

Das war knapp! Der SV Werder Bremen hält gegen RB Leipzig lange Zeit gut dagegen, verliert am Ende aber dennoch 1:2 (0:1) im Wohninvest Weserstadion - und hadert mit den eigenen Fehlern! Die Stimmen zum Spiel von Ole Werner, Marco Friedl und Co.

Ole Werner (Trainer Werder Bremen): „Wir wollten heute darauf achten, dass wir es von der Kompaktheit her besser machen als in München. Das ist uns grundsätzlich ganz vernünftig gelungen. Was uns überhaupt nicht gelungen ist in der ersten halben Stunde, ist, dass wir im eigenen Ballbesitz Qualität haben. Viele Situationen entstehen daraus, dass wir im Aufbau Bälle durch einfache Fehler hergegeben haben, oder Bälle zu schnell verloren haben und Leipzig in Umschaltmomente kommen gelassen haben, aus denen dann auch das 0:1 fällt. Wir haben in der ersten halben Stunde mit zu viel Respekt und einfachen Fehlern gespielt. Danach war es von meiner Mannschaft gegen so einen Gegner phasenweise auch eine gute Leistung. Zweite Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel mit Phasen für beide Mannschaften. Sehr schade, dass wir hinten raus heute nicht das Glück hatten, dass uns im Strafraum ein Ball vor die Füße gefallen ist, Leipzig hat es gut verteidigt. Deshalb verlieren wir das Spiel am Ende des Tages durch eine zu verteidigende Aktion. Ärgerlich für heute, aber ein sehr positives halbes Jahr, das wir jetzt mitnehmen in die Pause, wo es für uns darum geht, die Grundlage zu legen für den Rest der Saison. Am Ende des Tages wird für uns jeder Punkt zählen.“

Marco Friedl (Werder-Kapitän): „.Ich glaube, dass wir die ersten 15 Minuten komplett verpennt haben, aber dann sind wir besser ins Spiel gekommen und hatten mehr vom Spiel. In der zweiten Halbzeit waren wir dann auf Augenhöhe und hatten vielleicht einen Tick mehr die besseren Chancen. Natürlich hatte Leipzig viel Ballbesitz, aber ich denke, dass wir das wirklich sehr ordentlich gemacht haben. Wir haben alles reingeworfen, mit ein bisschen mehr Glück hätten wir das Unentschieden geholt. Es ist immer scheiße, wenn du Spiele verlierst. Die zwei Niederlagen tun natürlich weh. Das werden wir sicherlich analysieren, aber bis hierher haben wir ordentlich gespielt. Wir müssen aber weiter Gas geben, weil man sieht, wie schnell es gehen kann und du von einem Erfolgserlebnis in eine kleinere Krise hineinrutschst. Wir müssen schauen, dass wir nach der Winterpause die Spiele wieder gewinnen.“

Lesen Sie auch

Christian Groß (Werder-Torschütze): „Man hat gesehen, dass wir mit einer Topmannschaft mitgehalten haben. Dann ist es bitter, dass wir das letzte Spiel des Jahres abgeben müssen. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt. Wobei ich schon sage, dass wir die ersten 20 Minuten nicht so gut im Spiel sind und schon ein bisschen gebraucht haben, um reinzukommen, um vielleicht das Ding aus München noch ein bisschen abzuschütteln. Aber danach waren wir dann schon da, hatten auch die eine oder andere guten Offensivaktion und auch in der zweiten Halbzeit hatten wir schon das 1:1 verdient. Das ist natürlich bitter, dass wir das Spiel hintenraus noch abgeben.“

Niclas Füllkrug (Werder-Profi): „Wir haben hier gegen einen Champions-League-Teilnehmer und eine Mannschaft gespielt, die auch am Ende der Saison mit Sicherheit auf einem Champions-League-Platz stehen wird. Gerade seit dem Trainerwechsel spielen sie einen unfassbar guten Fußball. Und trotzdem kommen wir zu Hause gegen sie für Punkte in Frage, drücken extrem. Meiner Meinung nach hätten wir auch etwas verdient gehabt, aber wir haben uns leider in der einen oder anderen Situation nicht ganz so clever angestellt und die Leipziger mit ihrer Qualität auch eingeladen. Bei meinen Kopfbällen stand der Torwart dann auch irgendwie immer in der richtigen Ecke. So richtig zwingend war es dann nicht mehr, um noch den Ausgleich zu machen. Wir hätten eher das zweite Tor nicht mehr kriegen dürfen, um einen Punkt mitzunehmen.“

Marco Rose (Trainer RB Leipzig): „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner. Ich finde, wir haben es in der ersten Hälfte gut gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Zweite Halbzeit war sehr offen, sehr wild phasenweise. Meine Jungs haben sehr gut auf den Ausgleich reagiert. Hinten raus haben wir es mit allen Körnern, die noch drin waren, verteidigt. Wir sind happy und freuen uns über den Sieg.“

Xaver Schlager (RB-Leipzig-Profi): „Am Schluss war es sehr schwierig, wir wurden hinten reingedrückt. Bremen hat es sehr gut gemacht, aber wir haben dagegen gehalten und verdient gewonnen.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+