Werder-Stürmer im Blickpunkt Kaum Pfiffe gegen Davie Selke

Es war die große Frage vor dem Anpfiff des Mainz-Spiels: Wie würden die Zuschauer im Weserstadion auf Davie Selke reagieren? Die Antwort: Es gab ein paar Pfiffe - und Plakat-Aktionen gegen dessen neuen Klub RB Leipzig.
05.04.2015, 10:56
Lesedauer: 1 Min
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Es war die große Frage vor dem Anpfiff gewesen: Wie würden die Zuschauer im Weserstadion auf Davie Selke reagieren? Werder gegen Mainz war schließlich das erste Spiel nach der Bekanntgabe des Selke-Wechsels zu RB Leipzig im anstehenden Sommer. Das Bremer Publikum sparte mit Pfiffen, nur ganz zart beim Warmlaufen, einmal etwas lauter bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung und schließlich bei der Auswechselung des jungen Stürmers nach 62 Minuten reagierten die Besucher und ließen etwas Dampf ab. Das war’s aber auch schon.

Die Ostkurve leitete ihren Frust lieber von Selke auf dessen neuen Klub um. Auf ein riesiges Spruchband hatten die Fans gepinselt: „Den Selke könnt ihr kaufen, unsere Verachtung bekommt ihr gratis.“ Vor allem für die Ultraszene stellt der von Red Bull mit Millionen alimentierte Klub aus Leipzig ein Feindbild dar.

„Ich bin erleichtert, dass es nicht so viele Pfiffe gab“, sagte Werder-Trainer Viktor Skripnik. In den Tagen zuvor war Davie Selke in den sogenannten Sozialen Medien zum Teil noch übelst beschimpft worden. Ein Bremer Friseur, der mit einem Selke-Haarschnitt warb, war bedroht worden.

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Vor, nach und während des Spiels blieb der vermeintliche Hauptdarsteller nun aber nur eine Randfigur. In seinen 62 Minuten Spielzeit hatte Selke lediglich 19 Ballkontakte. Das lag aber mehr an seinen Mitspielern als an Selke selbst. Denn die Mittelfeldleute Fin Bartels, Levent Aycicek und Felix Kroos setzten Selke – genau wie dessen Nebenmann Franco Di Santo – so gut wie gar nicht in Szene. Selke mühte sich redlich, lief viel und gewann für einen Stürmer starke 58 Prozent seiner Zweikämpfe. Zum Torabschluss kam er indes nicht.

Stimmung auf den Rängen kam so vor allem dann auf, wenn die Zwischenstände des HSV-Spiels in Leverkusen bekannt gegeben wurden. Nach dem Hamburger 0:4 hat ein Plakat, das im Stadion hochgehalten wurde, auf jeden Fall an Aktualität gewonnen. An die Adresse von Davie Selke stand dort: „Wir jagen Europa, du jagst demnächst den HSV!“ Wenn Selke mit RB Leipzig in Liga zwei besagten HSV als neuen Gegner bekommen könnte.

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