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Kein Giakoumakis, Werder ist wieder an Ducksch dran

Werder sucht noch immer nach Stürmern, jetzt Marvin Duksch von Hannover 96 wieder im Gespräch. Dafür Georgios Giakoumakis keine Option mehr - Werder hat dem Griechen abgesagt.
24.08.2021, 20:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Die Stürmersuche des SV Werder Bremen steht kurz vor dem Abschluss und könnte eine große Überraschung bringen: Denn plötzlich ist Marvin Ducksch von Hannover 96 wieder ein großes Thema bei den Grün-Weißen. Vor ein paar Wochen waren die Bremer noch bei den Offiziellen des Zweitliga-Konkurrenten abgeblitzt, doch offenbar hat sich die Lage verändert. Ein Wechsel des 27-Jährigen scheint nun doch möglich.

Direkt angesprochen auf Marvin Ducksch meinte Werder-Coach Markus Anfang am Dienstagnachmittag nach dem Training: „Bei allen Stürmern, die wir mal genannt haben, sind wir immer wieder dran. Da sind wir vielleicht auch ein bisschen ekelig, denn wir geben nichts verloren, das ist auch unsere Aufgabe“, meinte Anfang und nannte neben Ducksch auch noch den Karlsruher Philipp Hofmann und Georgios Giakoumakis (Venlo). Letzterer galt zuletzt als Top-Kandidat bei Werder Bremen, der 26-Jährige war sogar schon mit seiner Freundin und seinem Berater zu Gast im Weserstadion gewesen. Doch der Transfer zog sich, weil neben Celtic Glasgow weitere Klubs um die Gunst des Torschützenkönigs der Niederlande buhlen. Inzwischen hat Werder dem Griechen abgesagt, weil sich eine andere Möglichkeit ergeben hat.

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Durch ein Umdenken in Hannover ist wohl Marvin Ducksch wieder in die Pole-Position geraten. Die Niedersachsen wollen dem Vernehmen nach ihr Spiel umstellen, sich im Angriff verändern. Dafür käme ihnen eine Ablösesumme für Ducksch, dessen Vertrag nach dieser Saison ausläuft, durchaus gelegen. Von zwei Millionen Euro ist die Rede.

Ducksch kann durchaus als Wunschspieler von Trainer Markus Anfang bezeichnet werden. Denn unter dem neuen Bremer Coach wurde der Stürmer in der Saison 2017/18 bei Holstein Kiel mit 18 Treffern Torschützenkönig der 2. Liga. Nach seinem Wechsel zum Erstligisten Fortuna Düsseldorf lief es nicht so gut, in 16 Partien traf er nur ein Mal. Ducksch ging zurück in die 2. Liga und erzielte für Hannover 96 in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils 15 Tore. Allerdings haftet ihm auch der unrühmliche Titel „Chancentod“ an. Er würde zu viele Chancen liegen lassen, heißt es häufig.

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Werder will ihn offenbar trotzdem holen. Auch ein Außenstürmer soll zeitnah noch kommen. Gesucht wird zudem ein Außenverteidiger und ein Sechser. Obwohl die Zeit nicht einmal eine Woche vor dem Transferende langsam knapp wird, bleibt Anfang ganz entspannt. Er vertraut Sportchef Frank Baumann und Clemens Fritz als Leiter Profi-Fußball, die Neuzugänge versprochen haben. „Sie wollen das auch einhalten. Ich bin guter Dinge, dass etwas passiert“, meinte Anfang, betonte aber zugleich noch einmal: „Das Wichtigste in dieser Transferperiode war es, Transfererlöse zu erzielen, damit der Verein wirtschaftlich einigermaßen aufgestellt ist. Das ist die Voraussetzung, dass dieser Verein besteht. Das ist den handelnden Personen gelungen. Jetzt müssen wir Transfers erzielen, die uns sportlich helfen. Und alles, was wir jetzt nicht hinbekommen, müssen wir sofort in Angriff nehmen für den Winter oder den Sommer danach.“

So ein Umbau des Kaders sei nicht in einer Transferperiode zu schaffen, eher in zwei, wahrscheinlicher sogar erst in drei. Und bei Werder sei es nach dem Abstieg und den finanziellen Problemen eben nun mal „eine besonders schwierige Transferperiode“, so Anfang. Da dürften die Erwartungen auch nicht zu groß sein. Bei Ducksch bahnt sich immerhin eine große Lösung an – und das liegt nicht nur an den 1,88 Meter Körpergröße, die der 27-Jährige misst. Spannend wird dann allerdings, wie Niclas Füllkrug auf die neue Konkurrenz reagieren wird. Seinen Stammplatz im Sturmzentrum dürfte der 28-Jährige nach seinem extrem schwachen Saisonstart erst mal los sein.

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