WK-Flutlicht-Experte Dieter Eilts sicher

„Kevin Vogt wird Werder guttun“

Im Eiltempo ging der Wechsel von Kevin Vogt zu Werder über die Bühne. Geht es nach WK-Flutlicht-Experte Dieter Eilts, dann wird die Hoffenheimer Leihgabe ähnlich zügig richtig wichtig für das Team werden.
13.01.2020, 17:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Dieter Eilts
„Kevin Vogt wird Werder guttun“
nordphoto

Nach dem bis dato letzten Auswärtsspiel des SV Werder im vergangenen Dezember beim 1. FC Köln gingen die Spekulationen über Neuverpflichtungen der Bremer in der Winterpause richtig los. Es wurden viele Namen gehandelt und heftig diskutiert, für welche Position am dringendsten eine Verstärkung benötigt wird. Viele waren der Meinung, dass bezüglich der anhaltenden defensiven Schwäche über einen Innenverteidiger beziehungsweise einen zentralen defensiven Mittelfeldspieler nachgedacht werden und auf diesen Positionen etwas geschehen muss.

Andere glaubten, dass die Lücke, die die Verletzung von Niclas Füllkrug gerissen hat, geschlossen werden muss und ein präsenter Stürmer für die Sturmmitte geholt werden sollte. Auch über die Achter-Position wurde sich Gedanken gemacht, weil dort Handlungsbedarf vorhanden sei.

Wichtige Führungsqualitäten

Jetzt, sechs Tage vor dem Rückrundenstart, präsentiert Werder seine erste Verstärkung für die kommenden Monate. Ich glaube, dass Kevin Vogt mit seiner körperlichen Robustheit, seiner Kopfball- und Zweikampfstärke sowie seinen Führungsqualitäten der Mannschaft guttun und ihr entscheidend weiterhelfen wird. Durch die Verpflichtung wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Systemveränderung kommen. Ich gehe davon aus, vorausgesetzt alle Spieler sind einsatzfähig, dass jetzt bevorzugterweise mit einer Dreierkette agiert wird, wobei Vogt, wie auch in Hoffenheim, den mittleren Part übernehmen wird. Ömer Toprak würde hierbei die rechte und Niklas Moisander die linke Position einnehmen. Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson dürften, sobald sie wieder fit sind, in dieser Konstellation die Außenbahnen besetzen und ein spielbereiter Philipp Bargfrede auf der Sechs zentral vor der Abwehr zum Zuge kommen. Die Achter bleiben wie in der Hinrunde Maximilian Eggestein und Davy Klaassen zum Einsatz. Es ist aber auch eine Position, auf der ich mir Leonardo Bittencourt sehr gut vorstellen kann.

Im Angriff ist für mich Milot Rashica gesetzt. Neben ihm könnte Yuya Osako spielen, wobei die beiden während des Spiels immer wieder die Positionen wechseln. Ich favorisiere allerdings Josh Sargent als zentrale Spitze um die herum Milot Rashica als zweite Spitze mit allen Freiheiten agieren kann. Es kann aber auch sein, dass Trainer Florian Kohfeldt uns alle überrascht und weiterhin auf eine Viererkette setzt. Dies könnte zur Folge haben, dass Kevin Vogt zentral vor der Abwehr aufgeboten wird. Auch dies ist allemal möglich, aber ich halte es derzeit eher für unwahrscheinlich.

Notwendige Automatismen

Entscheidend für einen erfolgreichen Start der Mannschaft wird sein, wie schnell es möglich ist, dass die notwendigen Automatismen greifen und das Team in der Abwehr als Einheit agiert. Und es muss die Frage beantwortet werden: Reichen die noch ausstehenden Trainingseinheiten aus, um im defensiven Verbund so geschlossen, so stabil zu stehen, dass die Mannschaft im ersten Spiel in Düsseldorf das erste Mal diese Saison zu null spielen kann? Dabei spielt allerdings nicht nur die Eingliederung von Kevin Vogt eine wichtige Rolle, auch die anderen Spieler müssen sich deutlich steigern und ihre individuellen Fehler auf ein Minimum reduzieren.

Ich bin gespannt und freue mich auf eine spannende und interessante Rückrunde, in der die Maßnahmen, die die Verantwortlichen ergriffen haben, greifen müssen, damit die Mannschaft zum Saisonende über dem Strich steht und der Klassenerhalt gesichert wird.

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