Kohfeldts Fazit nach dem Sieg gegen Hannover

„Kleine Schritte, aber keine Euphorie“

Eine Woche vor dem Rückrundenstart hat Florian Kohfeldt den 3:1-Sieg im Testspiel gegen Hannover als wichtigen kleinen Schritt bezeichnet. Er mahnte aber, dass es in den nächsten Wochen Rückschläge geben werde.
13.01.2020, 09:48
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Von Jean-Julien Beer
„Kleine Schritte, aber keine Euphorie“

Endlich wieder gewonnen: Erstmals seit November gelang Werder unter Florian Kohfeldt wieder ein Sieg.

nordphoto

Endlich wieder ein Sieg für Werder, der erste seit dem 3:2-Erfolg im November in Wolfsburg. Nach dem 3:1-Sieg gegen den Zweitligisten Hannover 96 am Sonntag zog Florian Kohfeldt entsprechend ein zufriedenes, aber kein euphorisches Fazit. „Wenn der Test gegen Monza okay war, dann war das heute gegen Hannover gelungen. Man braucht trotz des Sieges nicht in Euphorie zu verfallen. Es war ein kleiner, weiterer Schritt, um uns Erfolgserlebnisse zu verschaffen“, sagte Werders Trainer nach dem Erfolg im letzten Testspiel vor Beginn der Rückrunde. Am kommenden Wochenende muss Bremen am 18. Spieltag der Bundesliga zum Kellerduell bei Fortuna Düsseldorf antreten.

Überhaupt mal wieder gewonnen zu haben, gehöre „zu den kleinen Erfolgserlebnissen, die für uns wichtig sind“, erklärte Kohfeldt und betonte: „Das war aber nur ein kleiner Schritt heute. Das war nichts, wo man nach Hause fährt und sagt: Okay, alles läuft. Überhaupt nicht.“ Gegen den Ball habe seine Mannschaft bis auf das Gegentor „gut gearbeitet“, befand der Trainer, „wir hatten viele Balleroberungen, das Gegenpressing war in Ordnung. Mit Ball haben wir uns schwer getan, vor allem in den ersten 20 Minuten. Das wurde aber mit dem Gegentor besser, und dann hatten wir das Spiel unter Kontrolle.“

Gegentreffer war eine gute Probe

Der Treffer zum 0:1 durch Hannovers Kapitän Edgar Prib, ein unbedrängter Schlenzer von der Strafraumkante ins lange Eck, war einer dieser Rückschläge, auf die Kohfeldt seine Mannschaft im Trainingslager auf Mallorca explizit eingeschworen hatte. Deshalb war es gut, nun gleich den Ernstfall testen zu können. Und tatsächlich: Werder zerfiel nach dem Gegentreffer nicht wieder in alle Einzelteile. „Damit sind wir heute gut umgegangen“, lobte Kohfeldt, „das gibt mir die größte Hoffnung, dass wir diese kleinen Frusterlebnisse annehmen, dass wir dann nicht mehr in uns zusammensacken, sondern wieder dahin kommen, wo wir auch schon einmal waren: Dass wir eine Mannschaft sind, die nie aufhört.“

Es werde auch in der Rückrunde entscheidend sein, meinte Kohfeldt, „wie wir mit Rückschlägen, auch mit kleineren Rückschlägen, umgehen. Niemand soll denken, dass wir nach Düsseldorf fahren und die auf einmal wieder herspielen. Das wird nicht passieren. Auch da wird es Rückschläge geben. Kleine, vielleicht auch große.“

Moisander und Toprak „deutlich besser“

Ein weiterer Lichtblick: Das Zusammenspiel der Innenverteidiger Niklas Moisander und Ömer Toprak sah „schon deutlich besser aus“, lobte auch Kohfeldt, zudem wirkte Maxi Eggestein so präsent, dass man für den Rückrundenstart eine ansteigende Form bei ihm erwarten kann. Grundsätzlich, so Kohfeldt nach dem überschaubaren Niveau des Testspiels, „gibt es im Zusammenspiel noch Luft nach oben, das ist ja überhaupt keine Frage. Aber wir sind da in kleinen Schritten auf dem Weg.“

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