Nach Werder-Niederlage in Berlin

Kohfeldt denkt nicht an Rücktritt bei Werder

Trainer Florian Kohfeldt denkt auch nach der siebten Niederlage in Serie nicht an einen Rücktritt beim abstiegsgefährdeten SV Werder Bremen. Er werde nicht „weglaufen“, sagte Kohfeldt am Samstag.
24.04.2021, 18:47
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von csa /rab
Kohfeldt denkt nicht an Rücktritt bei Werder

Werder-Trainer Florian Kohfeldt will nicht "weglaufen".

Annegret Hilse /dpa

Mitten im freien Fall Richtung Zweite Liga hat Trainer Florian Kohfeldt bei Werder Bremen die Vertrauensfrage gestellt, einen Rücktritt aber ausgeschlossen. Nach dem 1:3 (0:0) bei Union Berlin, der siebten Niederlage in Folge, hat der 38-Jährige bekräftigt, „zu kämpfen und garantiert nicht wegzulaufen. Das kann ich für mich ausschließen“, sagte er. Was dann jedoch folgte, konnte als Hinweis verstanden werden, dass es im Club zumindest leichte Tendenzen zur Trennung von dem Coach gibt. Kohfeldt: „Ich spüre das Vertrauen aller Vereinsvertreter. Allerdings sage ich auch, dass, wenn jemand das Gefühl hat, dass es mit einer anderen Person besser geht und es einen neuen Impuls braucht, man mir das sagen soll. Denn es geht am Ende nur um Werder Bremen, um nichts anderes."

Er übernehme die Verantwortung für die Niederlage in Berlin, schrieb Kohfeldt kurz nach Ende des Spiels auf dem Werder-Twitter-Account: „Die 15 Minuten nach der Halbzeit waren desolat. Das sind gestandene Bundesligaprofis auf dem Platz. Da darfst du solche Fehler nicht machen. Ich trage aber die Verantwortung und deshalb setze ich mir diesen Hut als Erster auf.“

Weitere Stimmen zum Spiel:

Niklas Moisander (Kapitän Werder Bremen): „In der ersten Halbzeit waren wir gut drin im Spiel. Wir haben die Zweikämpfe angenommen und gewonnen. Dann kommen 15 Minuten Blackout und dann war das Spiel vorbei. Das darf nicht passieren in diesem Moment. Aggressiv sein, alles geben – das haben wir gemacht in der ersten Halbzeit. Wir sind sicher bereit für den Kampf um den Klassenerhalt. Wir müssen jetzt als Mannschaft dagegen angehen. Wir können das, wir haben das in der vergangenen Saison gezeigt. Wir können es dieses Jahr auch, aber dafür müssen wir jetzt richtig, richtig gegenhalten.“

Maximilian Eggestein (Spieler Werder Bremen): „Die erste Halbzeit war okay, da war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem es viel um die zweiten Bälle ging. Anfang der zweiten Halbzeit war es dann sehr schlecht, da kommst du dann auch nicht mehr zurück. Die Tore fallen viel zu einfach – das erste nach einem Standard, das zweite nach einem langen Ball. Im Moment fühlt sich das sehr schlecht an.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan. Das haben wir in der Pause angesprochen. Die Führung über eine Ecke war der Dosenöffner, das hat der Mannschaft gut getan. Dann hat es die Mannschaft wirklich sehr gut gemacht. Jetzt müssen wir gut regenerieren und dann für die letzten drei Spiele alles rausholen, was noch im Tank ist.“

Die Bremer belegen derzeit mit 30 Zählern den 14. Platz in der Fußball-Bundesliga. Arminia Bielefeld hat als 15. die gleiche Punktezahl und spielt am Sonntag (18.00 Uhr) noch bei Borussia Mönchengladbach. Köln folgt mit 29 Punkten auf dem Relegationsrang. Hertha BSC als 17. mit 26 Punkten könnte bei drei Nachholspielen noch an Werder vorbeiziehen. „Es ist eine sehr schlechte Situation, die wir mit aller Kraft bekämpfen müssen“, sagte Kohfeldt.

++ Dieser Artikel wurde um 19.14 Uhr aktualisiert. ++

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+