Vor dem Pokalspiel gegen Heidenheim

Kohfeldt: Klare Ansage an die Mannschaft!

Keine personellen Experimente, dafür eine deutliche Aufforderung an die Spieler: Werders Trainer Florian Kohfeldt betonte am Dienstag die Bedeutung des Pokalspiels gegen Heidenheim.
30.10.2019, 10:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Jean-Julien Beer
Kohfeldt: Klare Ansage an die Mannschaft!

Volle Konzentration auf den Pokalwettbewerb: Werder-Trainer Florian Kohfeldt machte am Dienstag deutlich, dass er nicht nur schöne Momente erleben will, sondern mehr.

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Rein personell läuft bei Werder alles nach Plan vor dem Spiel in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen Heidenheim (Mittwoch, 18.30 Uhr). Der seit Wochen am Oberschenkel verletzte Yuya Osako hat die Trainingseinheiten in den vergangenen Tagen gut überstanden und soll im Heimspiel gegen den Zweitligisten erstmals wieder im Kader stehen; jedoch wird der Angreifer zunächst auf der Bank Platz nehmen. Kapitän Niklas Moisander und Sturm-Legende Claudio Pizarro gehören hingegen nicht zum Aufgebot. Pizarro absolviert weiter ein individuelles Aufbautraining. Kohfeldt erklärte dazu: „Das Programm, das wir mit Claudio gemeinsam aufgestellt haben, zeigt schon eine positive Wirkung. Er fühlt sich jetzt schon viel frischer und besser. Es war also die richtige Entscheidung.“ Pizarros Comeback sei am Wochenende gegen Freiburg möglich, eher aber eine Woche später gegen Borussia Mönchengladbach. Moisander trainiert nach seiner Muskelverletzung zwar wieder mit der Mannschaft, Kohfeldt spricht bei ihm von „einem guten Aufbau in Richtung Freiburg-Spiel“.

Bestmögliche Elf gegen Heidenheim

Eine größere Rotation ist gegen Heidenheim ohnehin nicht zu erwarten, zumal der DFB-Pokal auch mit Blick auf das Saisonziel Europapokal für Werder eine große Bedeutung hat. „Wir werden die bestmögliche Mannschaft aufbieten“, kündigte Kohfeldt am Dienstag an, „es gibt für uns kein Ranking der drei Spiele in dieser englischen Woche.“ Deshalb wird auch Ersatztorhüter Stefanos Kapino trotz starker Trainingsleistungen auf der Bank bleiben. „Ich schätze ihn sehr“, sagte Werders Cheftrainer zu dieser Personalie, „aber wir spielen mit unserer bestmöglichen Mannschaft. Jiri Pavlenka ist unsere Nummer 1 im Tor, deshalb wird er auch gegen Heidenheim spielen.“

Möglich scheint allerdings, dass der im Sommer neu ausgeliehene Rechtsverteidiger Michael Lang erstmals seit einigen Wochen wieder spielt. „Er kam ohne Spielpraxis aus Gladbach zu uns“, erklärte Kohfeldt, „deshalb war klar, dass ihm nach den ersten Spielen bei uns etwas die Frische fehlte.“ Jetzt sei der Schweizer wieder in einem sehr guten Zustand, was dem Trainer die Möglichkeit geben würde, Dauerbrenner Theo Gebre Selassie mal eine Pause zu gönnen. Kohfeldt formuliert es betont positiv: „Wenn Michael Lang in dieser Woche spielt, dann deshalb, weil er sich das durch seine Leistungen verdient hat und nicht, um Theo zu schonen.“

Kohfeldt will nicht nur Momente erleben

Der Trainer erwartet von seiner Mannschaft „Vollgas-Fußball“, man werde den sehr spielstarken Zweitligisten ganz sicher nicht unterschätzen: „Du kannst zwar die Wettbewerbe trennen, aber nicht die Leistung.“ Mit Blick auf die eigenen Schwächen bei gegnerischen Eckbällen, bei denen Werder in dieser Saison bereits sechs Tore kassierte, droht gegen Heidenheim jedoch erhöhte Gefahr. Denn der ambitionierte Zweitligist ist gerade bei Standardsituationen gefährlich. Kohfeldt formulierte einen Tag vor dem Pokal-Duell dazu einen sehr deutlichen Auftrag: „Die Spieler sollen bei Standardsituationen wach sein und konzentriert ihre Aufgaben erledigen. Dann passiert auch nichts! Das ist eine klare Ansage an die Jungs.“

Auch das macht deutlich: Kohfeldt ist heiß auf diesen Pokalabend unter Flutlicht im Weserstadion. Schon im Vorjahr erlebte Werder in diesem Wettbewerb viele emotionale Momente. „Diesmal“, sagt der Trainer, „wollen wir nicht nur Momente erleben, sondern wirklich was erreichen!“

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