Die Stimmen zur Werder-Niederlage in Dortmund

Kohfeldt bedient: „Wir haben den Kopf verloren“

Der SV Werder Bremen hat gegen Borussia Dortmund die fünfte Bundesliga-Niederlage in Folge kassiert. Die Mannschaft von Trainer Florian ging beim BVB mit 1:4 unter – die Stimmen zum Spiel.
18.04.2021, 19:17
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Timo Strömer
Kohfeldt bedient: „Wir haben den Kopf verloren“

Werder-Trainer Kohfeldt ist nach der Niederlage in Dortmund bedient.

Alex Gottschalk/POOL Gabirel Boia /EIBNER-PRESSEFOTO

Florian Kohfeldt (Cheftrainer des SV Werder Bremen): „Bis zum 1:1 war es ein sehr gutes Spiel von uns: Wir haben das Tor geschossen, wir hatten Umschaltaktionen, wir hatten Ballgewinne. Dann haben wir aber, und das müssen wir uns vorwerfen, gerade die Zeit bis zur Halbzeit… Das geht so nicht! Das muss man einfach so sagen: da haben wir den Kopf verloren. Dann legen wir noch ein Tor selber auf, machen einen ganz dummen Elfmeter, den wir niemals kassieren dürfen. Das ist das Problem. In der zweiten Halbzeit dann wieder sehr ordentlich gespielt, natürlich gehst du da ein bisschen mehr ins Risiko und Dortmund hatte Chancen, aber wir hatten auch einige Chancen. Von daher können wir es relativ einfach machen: Die Phase vom ersten Gegentor bis zur Halbzeit hat uns das Spiel gekostet. Ich glaube, das sonst viel aufgegangen ist, aber da kannst du dir nix für kaufen.“

„Ich bin sehr unzufrieden, weil ein Fußballspiel 90 Minuten geht. Die 16 Minuten bis zur Halbzeit, die haben uns rausgenommen aus dem Spiel. Das geht nicht! Das muss der Anspruch von jedem sein, dass er über 90 Minuten scharf bleibt! Ich habe die Gegentore schon alle gesehen und weiß, dass zwei Tore Slapstick sind – das muss man einfach so sagen.“

Lesen Sie auch

„Ich erwarte jetzt, dass wir alle keine Ausreden suchen. Wir sind noch immer in einer guten Situation, was den Klassenerhalt angeht, aber am Mittwoch zählt‘s! Mittwoch können wir nicht erzählen, dass wir gegen eine Topmannschaft spielen. Mittwoch müssen wir alles tun, damit wir Mainz 05 hinter uns lassen. Das werden wir tun. Den Charakter hat die Mannschaft, daran gibt es nie einen Zweifel. Aber wir müssen es schaffen, das Ding auch zu erzwingen. Dann bin ich nach wie vor komplett davon überzeugt, dass es am Ende sicher reichen wird.“

Marco Friedl (Werder-Verteidiger): „Wir sind super ins Spiel gestartet, sind in Führung gegangen und haben eigentlich alles, was wir uns vorgenommen haben, umsetzen können. Dann haben wir uns in kürzester Zeit selber so ein bisschen die Tore reingehauen – vor allem beim dritten und vierten. Es ist logisch, dass sich jeder, der einen Fehler macht, ärgert – so ist es auch bei mir. Wenn du in so kurzer Zeit die Tore kriegst, willst du sicher stehen, das ist mit in dem Fall nicht gelungen. Ich habe einen Fehler gemacht, aber es geht weiter. In der ersten Halbzeit hatten wir 25 Minuten drin, in denen es nicht gut lief. In diesen 25 Minuten haben wir das Spiel verloren. Inn der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel, wir hatten gute Chancen – aber unterm Strich haben wir das Spiel verdient verloren. Jetzt haben wir ein Must-Win-Spiel! Wir haben eine Serie an verlorenen Spielen und wir brauchen unbedingt Punkte. Wir wissen alle, welche Stunde geschlagen hat. Am Mittwoch geht‘s darum drei Punkte zu holen.“

Lesen Sie auch

Niklas Moisander (Kapitän des SV Werder Bremen): „Es war unser Gameplan kompakt zu stehen und auf Konter zu spielen. Das hat eigentlich perfekt funktioniert, aber dann fällt das 1:1 und das 2:1 für Dortmund – dann wird es natürlich schwierig. Wir waren nach der ersten halben Stunde nicht aggressiv genug. Das ist zu wenig. Nach der Halbzeit haben wir noch alles versucht und sind mehr ins Risiko gegangen, aber das war dann vielleicht zu spät. Wir verstehen unsere Situation sehr gut – wir müssen punkten. Wir haben am Mittwoch ein sehr wichtiges Spiel gegen Mainz und müssen alles raushauen. Wir müssen punkten, dafür werden wir alles tun. Drei Punkte sind unser Ziel!“

Edin Terzic (BVB-Trainer): „Es war ein gutes Spiel von uns. Wir haben es nicht in allen Phasen sauber zu Ende gespielt, haben zu viele Torchancen von Werder zugelassen. In der ersten Halbzeit haben wir schon den einen oder anderen blöden Konter gefangen, das konnten wir dann korrigieren. In der zweiten Halbzeit haben wir dann zwei, drei Bälle blöd verloren. Aber im Großen und ganzen war es eine gute Leistung: sehr souverän, sehr dominant, mit vielen Torchancen für uns – ein sehr verdienter Sieg.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+