Wegen Entzündung im Fuß

Kohfeldt setzt noch länger aus

Eine Entzündung im Fuß zwingt Werder-Trainer Florian Kohfeldt momentan dazu, kürzer zu treten. Auch in der neuen Woche wird der Coach nicht bei den Einheiten seiner Spieler dabei sein, um sich auszukurieren.
19.01.2020, 14:13
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Kohfeldt setzt noch länger aus
Von Malte Bürger
Kohfeldt setzt noch länger aus

Wegen seiner Fußverletzung saß Florian Kohfeldt in Düsseldorf die meiste Zeit auf einem Stuhl.

nordphoto

Im Fußball ist der Aberglaube ja ein steter Begleiter. Also wäre es nicht verwunderlich, wenn nach dem Werder-Sieg in Düsseldorf nun auch an der Seitenlinie eine neue Konstante zu sehen sein würde. Ein sitzender Florian Kohfeldt zum Beispiel. Doch von diesem Dauerzustand hält der Bremer Chefcoach nichts. „Ich stehe gerne und ich werde auch wieder stehen, wenn es mein Gesundheitszustand zulässt“, sagte er nach dem Spiel.

Aber dieses Mal, da ging es nun wirklich nicht. Eine Fußverletzung macht dem 37-Jährigen momentan das Leben schwer. Nach einigen Tagen der Unklarheit verriet Kohfeldt nun, was genau ihn plagt. „Ich habe eine bakterielle Entzündung, eine Wunde am Fuß gehabt. Das ist sehr schmerzhaft“, sagte er. „Ich konnte drei Tage gar nicht auftreten, deshalb war es mir nicht möglich, am Trainingsbetrieb teilzunehmen.“ Und das wird auch erstmal weiterhin so sein. Das Kellerduell in Düsseldorf bildete eine Ausnahme. „Ich werde auch zum Beginn der nächsten Woche nicht zum Training kommen, ich muss das jetzt richtig auskurieren.“

Der sonst so auskunftsfreudige Kohfeldt fasste sich deshalb auch in den Gesprächen mit den Journalisten dieses Mal recht kurz. Das lange Stehen in der Medienzone war nicht wirklich angenehm, die Fragerunde schon nach wenigen Minuten beendet. Bereits während des Spiels hatte er es entgegen seiner Gepflogenheiten geschafft, auf seinem extra aufgestellten Stuhl zu verharren. Stattdessen gab er seine Kommandos an Co-Trainer Tim Borowski weiter, der diese an die Spieler auf dem Feld übermittelte. Erst in der Schlussphase, als sich die Ereignisse überschlugen, hielt es auch Kohfeldt dann nicht mehr im Sitz.

Leonardo Bittencourt bewunderte seinen Trainer jedenfalls für dessen Disziplin. „Es hat ihn sicherlich gejuckt, auch mal aufzustehen“, sagte er, zog aus den Umständen allerdings auch etwas Positives: „Er vertraut uns, das merkt man. Und wir vertrauen ihm. Das haben wir ihm heute ein Stück weit zurückgezahlt.“ Zumal im Verborgenen ohnehin alles war wie immer. „Er hat vor dem Spiel und in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden“, sagte Bittencourt. „Wir wissen, was er von uns verlangt.“

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