Trainer fordert mehr Respekt

Kohfeldt will Schiedsrichter schützen

Der Handelfmeter für Heidenheim stieß bei Florian Kohfeldt auf Unverständnis. Trotzdem hielt der Werder-Trainer ein Plädoyer für mehr Respekt gegenüber den Schiedsrichtern.
01.11.2019, 10:38
Lesedauer: 1 Min
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Kohfeldt will Schiedsrichter schützen
Von Christoph Bähr
Kohfeldt will Schiedsrichter schützen

Florian Kohfeldt ärgerte sich über den Handelfmeter für Heidenheim

nordphoto

Dass Werder dieses Spiel nicht mehr verlieren würde, war im Grunde klar. Mit 4:0 führten die Bremer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als es einen Elfmeter für Heidenheim gab – und Florian Kohfeldt an der Seitenlinie tobte. „Ich hatte sofort das Gefühl, dass das kein Elfmeter ist“, sagte Werders Trainer später. In der Tat war Linksverteidiger Marco Friedl der Ball aus kurzer Entfernung gegen den angelegten Arm geschossen worden. „Wo soll er hin mit dem Arm?“, fragte Kohfeldt. „Weder nach neuer noch nach alter Regel ist das ein Handspiel.“

Damit wollte es der Coach dann aber auch gut sein lassen mit der Kritik an Schiedsrichter Daniel Schlager. „Es war ein Wahrnehmungsfehler von ihm. Dann ist es in Ordnung, dass ich in dem Moment Emotionen zeige“, betonte Kohfeldt. Seiner Vorbildfunktion sei er sich aber bewusst. „Es muss ein gewisser Respekt herrschen. Wir müssen die Schiedsrichter mehr schützen. Die wissen teilweise selbst gar nicht mehr, was Hand ist.“ Kürzlich streikten die Schiedsrichter in Berlin, in Hessen wurde ein Schiedsrichter bewusstlos geprügelt. „Das ist ein ernstes Thema“, betonte Kohfeldt. „Emotionen gehören dazu, aber so etwas geht gar nicht.“

Einen kleinen Seitenhieb auf den Videobeweis konnte sich der Coach aber nicht verkneifen. Da es im DFB-Pokal erst ab dem Viertelfinale Video-Assistenten gibt, entschied Schlager ohne Rücksprache auf Elfmeter für Heidenheim. „Schön, dass er nicht rausgehen und sich die Szene anschauen musste“, hielt Kohfeldt fest. „Wenn er ihn dann gegeben hätte, hätte ich ein Problem mit mir gehabt.“

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