Frust nach Zeitspiel der Bayern Kohfeldts Zoff mit dem Schiedsrichter

Florian Kohfeldt suchte nach einem Ventil, um seinen Frust loszuwerden und wurde lautstark beim Schiedsrichter vorstellig. Wenig später folgte dann aber ein wesentlich ruhigeres Gespräch mit Christian Dingert.
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Kohfeldts Zoff mit dem Schiedsrichter
Von Malte Bürger

Schon während der 90 Minuten hatte Florian Kohfeldt immer wieder den Dialog mit dem Vierten Offiziellen gesucht – einfach aufs Spielfeld rennen konnte er ja nicht. Das tat der Bremer Coach dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie gegen die Bayern, mit Schiedsrichter Christian Dingert wollte er unbedingt noch ein paar Worte wechseln. Und so entwickelte sich ein munterer Disput, bei dem sich Dingert sichtbar wehrte. Eine Fortsetzung gab es kurz darauf hinter verschlossenen Türen.

"Ich bin zum Schiedsrichter in die Kabine und habe mich entschuldigt“, sagte Kohfeldt. „Wir hatten ein gutes Gespräch. Der Schiedsrichter konnte meinen Ansatz nachvollziehen. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass es für einen Schiedsrichter nicht angenehm ist, wenn da einer vor ihm steht und versucht, das Stadion zu übertönen.“

Kohfeldts Unzufriedenheit über die Leistung des Gespanns hatte sich über die 90 Minuten kontinuierlich gesteigert. Abseitsstellungen, die nicht angezeigt wurden, kleine Fouls, die in seinen Augen nicht richtig geahndet wurden. „Ja, das waren Kleinigkeiten, das war auch nicht kriegsentscheidend“, räumte der Bremer Trainer ein. „Ich habe rumgeschrien, aber das war nullkommanull beleidigend.“

Letztlich brachte vor allem die aufreizende Gemütlichkeit der Gäste das Fass zum Überlaufen. „So wie Bayern München ab der 55. Minute auf Zeit gespielt hat, hatte ich nicht das Gefühl, dass sie sich absolut sicher waren, hier zu gewinnen“, zischte Kohfeldt. Umso mehr störte es ihn deshalb, dass die Nachspielzeit gerade einmal vier Minuten betrug. Irgendwo musste der Frust anschließend hin, Christian Dingert bekam ihn ab. Letztlich ohne Folgen für Werders Trainer – dank des klärenden Gesprächs in der Kabine, wie Kohfeldt erzählte.

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