Werder Bremen Konkurrenzkampf sorgt für "Härtefälle"

Bremen. 35 Profis umfasst der Kader von Werder Bremen, Trainer Thomas Schaaf freut sich über den neuen Konkurrenzkampf um die Kaderplätze. Für viele Profis wird es nun aber sehr schwer, sich einen der 18 Plätze im Aufgebot zu erobern.
18.08.2011, 15:28
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Für Thomas Schaaf ist es eine ungewohnte Situation: Nach einem Jahr voller Verletzungssorgen, Personalproblemen und Mini-Kadern herrscht bei Werder Bremen in diesem Sommer wieder ein echter Konkurrenzkampf um die Startelf-Plätze. 35 Profis umfasst der aktuelle Bundesliga-Kader der Grün-Weißen, 18 davon schaffen es am Wochenende ins Aufgebot.

"Es hilft uns, dass wir viele Möglichkeiten haben", sagt Schaaf. Beispiel Abwehr: Hier stehen nach allein in der Innenverteidigung in Per Mertesacker, Sebastian Prödl, Andreas Wolf und Sokratis Papastathopoulos vier gestandene Profis zur Verfügung - dazu kommt Naldo dem Comeback immer näher. Beispiel Mittelfeld: Hier kann sich Schaaf zwischen den Spielmachern Mehmet Ekici und Marko Marin entscheiden. "Bei der Zusammensetzung im Mittelfeld ist alles möglich", freut sich Schaaf, der auch an eine Lösung mit Ekici und Marin denkt: "Man kann mit beiden zusammen agieren." Beispiel Angriff: Sechs Bewerben spielen bei Schaaf für einen der beiden Startelf-Plätze vor. "Die Konkurrenzsituation hat sich verbessert", fasst der Werder-Trainer die für ihn sehr komfortable Situation zusammen.

Konkurrenz bedeutet aber ebenfalls, dass es neben den Gewinnern auch Verlierer gibt. Enttäuschte Werder-Profis wird es in den kommenden Monaten immer wieder geben. Das kann auf Dauer schlecht für die Stimmung sein. Schon am Sonnabend gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr bei uns Liveticker) könnte es zum ersten "Härtefall" der Saison kommen: Alle 17 Profis vom Leverkusen-Spiel sind fit, dazu kehren Andreas Wolf, Philipp Bargfrede und Aleksandar Ignjovski zurück - zwei dieser 20 Spieler werden das Heimspiel gegen die Breisgauer nur von der Tribüne aus verfolgen. Bei vielen (Top-)Vereinen eine gewohnte Situation, bei Werder Bremen hat es das aber lange nicht gegeben.

Klaus Allofs verteidigt die momentane Kader-Größe. "Wir haben kein Überangebot an Spielern", sagt der Werder-Boss: "Wir brauchen den Konkurrenzkampf auf allen Positionen." Zudem weist Allofs darauf hin, dass sich unter den 35 Spielern auch viele junge Talente befinden, die vorrangig in der 3. Liga Spielpraxis sammeln sollen. Was sicherlich stimmt - und doch bleiben rund 25 Profis, die den Anspruch haben, jede Woche zu spielen oder zumindest zum Kader zu gehören.

Dass sich bis Ende August noch etwas am Bremer Kader verändern wird, wollte Allofs nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. "Von uns ist kein Spieler angeboten worden", sagt der Sportdirektor. Dass es zum Ende der Transferphase noch einmal viel Bewegung auf dem Spielermarkt gibt, weiß Allofs. Sollten konkrete Anfragen für Spieler kommen, sagt Allofs, werde man sich damit beschäftigen. Eines wollte der Werder-Boss dann aber doch ausschließen: Dass es bis Ende August noch Zugänge gibt. Der Kader sei mit 35 Leuten dann doch große genug.

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