Nach Last-Minute-Elfmeter gegen Düsseldorf

Eggestein bekommt spezielles Eisblock-Lob

Lange überlegt habe er nicht, sagt Maximilian Eggestein über seinen verwandelten Elfmeter, der Werder in letzter Minute doch noch den Sieg über Düsseldorf sicherte.
02.08.2021, 10:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips
Eggestein bekommt spezielles Eisblock-Lob

Dafür gab es jetzt ein spezielles Lob: Maximilian Eggestein verhilft Werder beim Last-Minute-Elfmeter zum 3:2 Sieg gegen Düsseldorf.

Marius Becker / dpa

Seine Reaktion war ein typischer Eggestein. „Ich habe nicht viel überlegt. Einer muss es ja machen. Zum Glück ist es gut gegangen“, sagte Maximilian Eggestein über seinen verwandelten Last-Minute-Elfmeter, der dem SV Werder Bremen nach dem bitteren Ausgleich in der Nachspielzeit doch noch einen ganz wichtigen 3:2-Sieg bei Fortuna Düsseldorf bescherte. Auch als Vize-Kapitän und Matchwinner äußert sich der 24-Jährige eher nüchtern und reserviert. Dabei hätte er allen Grund gehabt, sich zumindest ein bisschen abzufeiern. Das übernahm dann aber ein Kollege.

„Riesen-Respekt vor Maxi Eggestein“, meinte Ömer Toprak und verneigte sich förmlich: „Maxi wurde sehr, sehr oft sehr viel kritisiert. Und diese Szene zeigt: Er ist ein Führungsspieler. Er geht da hin, haut ihn einfach rein.“ Und das nach einem wahrlich nicht so optimalen Spiel. Eggestein hatte einige Unsicherheiten in seinem Spiel, leistete sich mehr Fehlpässe als sonst. Es wirkte so, als würde er sich als alleiniger Sechser nicht so wirklich wohl fühlen. Doch es gehört zu seinem Charakter, dass er sich darüber nie öffentlich beschweren würde. Er spielt dort, wo ihn der Trainer aufstellt. So war es schon unter Florian Kohfeldt, der ihn in Ermangelung an Alternativen ebenfalls oft als Sechser aufbot. Markus Anfang bleibt praktisch auch keine andere Wahl, weil Neuzugang Nicolai Rapp nicht fit ist. Das sollte er aber langsam werden, denn Eggestein gilt weiterhin als heißer Verkaufskandidat.

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Der Fast-Nationalspieler von vor zwei Jahren hat mehrfach intern kommuniziert, dass er gerne erstklassig bleiben möchte. Dafür wechselte er sogar die Berateragentur. Doch auch Roof hat bislang keinen passenden Club für den Mittelfeldspieler gefunden. Deshalb ist Eggestein noch bei Werder – und übernimmt Verantwortung. Erstmals schoss er bei den Profis einen Elfmeter und verwandelte eiskalt. Eine Vorgabe des Trainers gibt es nicht. „Die Jungs setzen das um. Dafür haben wir auch Führungsspieler. Maxi ist einer davon. Er hat Verantwortung übernommen“, freute sich Anfang und betonte: „Ich glaube sogar, dass sich zwei, drei andere Spieler auch gerne die Kugel geschnappt hätten und sie verwertet hätten. Die Jungs wollten heute unbedingt gewinnen, das hat man auch in der Szene gemerkt.“ Eggestein empfand es ähnlich und wurde dann doch noch ein bisschen emotionaler: „Was die Mentalität angeht, war das heute überragend!“ 
 

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