Daten zum 0:2 gegen RB Leipzigs Klasse war zu viel für Werder

Werder hatte den gefährlichsten Leipziger sehr gut im Griff, gegen zwei andere war aber kaum etwas auszurichten. Maximilian Eggestein verkörperte wieder einmal den besonders großen Einsatz der Gäste.
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Rommel

Werder läuft und läuft:

Seit Florian Kohfeldt die Mannschaft übernommen hat, haben sich unter anderem auch einige Laufdaten dramatisch verändert. Gegen Leipzig legte Werder 121,7 Kilometer zurück, die mit Abstand meisten in der bisherigen Saison. Die Rekordmarke davor lag bei 119,2 Kilometern aus dem Frankfurt-Spiel, ebenfalls unter Kohfeldt. Mit dem neuen Trainer hat Werder seinen Schnitt pro Spiel bisher um satte sechs Kilometer nach oben geschraubt. Das lag speziell gegen Leipzig auch am Gegner, ist aber durchaus auch als grundsätzlicher als Trend zu erkennen. Maximilian Eggestein ist dabei der Kilometerfresser im Team: In der Vorwoche gegen Hannover legte er 13,41 Kilometer zurück, die meisten aller Bundesligaspieler an diesem Spieltag. Gegen Leipzig waren es sogar noch ein paar Schritte mehr. Am Ende kam Eggestein auf 13,44 Kilometer.

…und sprintet enorm viel:

Auch die Anzahl der Sprints ist in den letzten Wochen gestiegen. Gegen Leipzig zogen Werders Spieler 216 Sprints an, die zweitmeisten in dieser Saison (in Köln waren es 223). Auch die Zahl der Sprints hat sich unter Kohfeldt stark gesteigert, von zuvor 189 pro Spiel auf nun 207 pro Spiel. Das wiederum hat im Spiel gegen den Ball mit dem Gegenpressing und im Spiel mit dem Ball mit den mutigeren Lösungsansätzen zu tun.

Leipziger Zurückhaltung - und Müdigkeit:

Das Spiel der Bullen ist auf Zweikämpfe ausgelegt, die vielen Pressing- und Gegenpressingmomente führen beinahe zwangsläufig auch zu vielen direkten Duellen. Gegen Bremen hat Leipzig es aber hinbekommen, in der ersten Halbzeit nur ein einziges Mal Foul zu spielen. Als die Partie dann in der zweiten Halbzeit umkämpfter und Leipzig auch deutlich müder wurde, waren die Gastgeber das eine oder andere Mal dann doch zu spät dran in den Zweikämpfen und holten sich acht Fouls ab.

Werner kein Faktor:

Leipzigs Torjäger traf zuletzt in der Liga, in der Champions League und bei der Nationalmannschaft. Werder hatte den nicht besonders spritzig wirkenden Werner aber sehr gut im Griff. Bis zu seiner Auswechslung nach 75 Minuten hatte Werner lediglich 29 Ballaktionen, die wenigsten aller Startspieler auf dem Platz. Ein Torschuss und nur 20 Prozent angekommener Abspiele machten einen unterdurchschnittlichen Nachmittag für den Nationalspieler perfekt.

Leipzigs Ein-Mann-Armeen:

Dayot Upamecano in der Viererkette und Naby Keita im zentralen Mittelfeld hielten oder mischten Werder in vielen Situationen gefühlt ganz alleine auf. Upamecano war in Laufduellen nicht zu bezwingen, holte immer wieder einen Bremer Spieler vor dem Durchbruch ein und lieferte mit 32,18 km/h auch den Highspeed des Nachmittags ab. Der Franzose hatte elf klärende Aktionen und gewann 70 Prozent seiner Zweikämpfe. Keita marschierte mehrere Male scheinbar mühelos mit dem Ball am Fuß durch diverse Gegenspieler, hatte mit 107 Ballaktionen die mit Abstand meisten aller Spieler auf dem Feld und bestritt die meisten Leipziger Zweikämpfe (19).

Viel über die Flügel:

Werder versuchte es immer wieder über die Seiten mit hochstehenden (Ludwig Augustinsson) oder gut nachrückenden (Theo Gebre Selassie) Außenbahnspielern. Kaum überraschend, dass beide deshalb auch die meisten Ballaktionen aller Bremer Spieler hatten, Gebre Selassie 72, Augustinsson 65. Und das von beiden auch die Vielzahl der insgesamt 14 Bremer Flanken geschlagen wurde. Die meisten davon aber zu ungenau.

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