Kruse vor Rückkehr ins Nationalteam Löw: „In dieser Form kann er wertvoll sein für uns“

Max Kruse präsentiert sich seit Monaten in bestechender Form. Das zahlt sich nun aus – Bundestrainer Joachim Löw macht dem Werder-Stürmer Hoffnung auf eine Rückkehr in die DFB-Auswahl.
24.04.2017, 07:47
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Max Kruse präsentiert sich seit Monaten in bestechender Form. Das zahlt sich nun aus – Bundestrainer Joachim Löw macht dem Werder-Stürmer Hoffnung auf eine Rückkehr in die DFB-Auswahl.

Der 29-Jährige sei "eine Option" für den Confederations Cup im Sommer", sagte Löw der "Bild"-Zeitung. "In dieser Form kann er wertvoll sein für uns", fügte der Bundestrainer hinzu.

Löw hatte den Angreifer im März 2016 aus dem Kader der DFB-Auswahl gestrichen und seither nicht mehr berücksichtigt. "Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht", erklärte der Bundestrainer die Suspendierung damals. "Ich möchte Spieler, die sich auf den Fußball und die EM konzentrieren, auch zwischen den Spielen." Kruses Denkzettel diente Löw damals aber auch als Mahnung an den Rest des DFB-Teams.

Durch seine starken Leistungen in der Rückrunde und seinen Viererpack beim jüngsten Werder-Sieg gegen den FC Ingolstadt (4:2) hatte sich Kruse jedoch wieder in Löws Blickfeld gespielt. Bei der Partie in Ingolstadt saß neben Löws Assistent Thomas Schneider auch Miroslav Klose als Beobachter auf der Tribüne. Ex-Werderaner Klose ist zurzeit Trainer-Azubi beim DFB.

"Max Kruse hat eine gute Übersicht, geht weite Wege in die Spitze", sagte Löw über den Werder-Profi, der dem Sportmagazin "Kicker" zufolge nach dem Ingolstadt-Spiel eine SMS mit viel Lob von Löw erhalten habe. Auch Bremens Trainer Alexander Nouri sieht Kruse wieder reif für das Nationalteam. "Er liefert Woche für Woche viele Argumente, aber am Ende muss der Bundestrainer entscheiden", sagte Nouri.

Kruse selbst indes gab sich zurückhaltend und meinte zu einem möglichen Einsatz beim Confed Cup: "Bis jetzt gehe ich davon aus, dass ich Urlaub habe." Forderungen, das betonte Kruse nach dem Ingolstadt-Spiel zum wiederholten Male, werde er nicht stellen. „Ich versuche nur, Woche für Woche meine Leistungen zu bringen“, sagte er.

Bislang kommt Kruse auf 14 Einsätze in der Nationalmannschaft. Dabei gelangen ihm vier Treffer. Sein vorerst letztes Spiel für das Löw-Team absolvierte er im Oktober 2015: Beim 2:1 gegen Georgien in der EM-Qualifikation wurde Kruse in der Schlussviertelstunde eingewechselt und erzielte das Siegtor.

In dieser Bundesliga-Saison erzielte Kruse bisher 13 Tore. Eine beeindruckende Bilanz, schließlich hatte der 29-Jährige die ersten zehn Spiele verletzungsbedingt (Außenbandproblemen) verpasst. Neun Tore sind Kruse allein in den vergangenen sieben Spielen gelungen. An 15 Treffern war er in der Rückrunde direkt beteiligt, elfmal als Torschütze, viermal als Vorlagengeber. Gegen Ingolstadt benötigte Kruse für seine vier Treffer nur sechs Torschüsse. (fel/dpa)

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