Kaderplanung Plogmann verlässt Werder – und würde gerne in Deutschland bleiben

Werder-Torhüter Luca Plogmann wird den Club zum Saisonende verlassen. Jetzt guckt sich der 22-Jährige auf dem Deutschen Markt um, wie sein Berater verrät.
19.05.2022, 11:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Marius Winkelmann

Einst galt er an der Weser als Mann für die Zukunft, als großes Versprechen, jetzt verlässt er den Verein heimlich, still und leise: Wie der SV Werder Bremen am Dienstag bekanntgab, wird Torhüter Luca Plogmann den Bundesliga-Aufsteiger zum Saisonende verlassen und „eine neue Herausforderung annehmen“. Wo das sein wird, ist noch offen. Es gibt allerdings verschiedene Optionen, wie Plogmanns Berater nun erklärt.

„Für Luca liegt ein interessantes Angebot aus dem Ausland vor, aber grundsätzlich würde er seine Karriere auch gerne in Deutschland fortsetzen“, sagt Michael Hoffmann von Acorado Sports im Gespräch mit unserer Deichstube und fügt noch an: „Daher beobachten wir den deutschen Markt. Ich bin überzeugt, dass sich in Deutschland noch etwas für einen so talentierten U21-Nationaltorhüter ergeben wird.“

Luca Plogmann ist gebürtiger Bremer, hat bereits im Alter von sieben Jahren das Trikot des SV Werder Bremen übergestreift. Der heute 22-Jährige galt als hochtalentiert, spielte von der U15 bis zur U21 auch für die deutsche Nationalmannschaft und saß mehrfach als Ersatzkeeper bei den Profis auf der Bank.

Am 1. September 2018 kam es dann zu Plogmanns bisherigem Karrierehöhepunkt: Als sich Stammtorhüter Jiri Pavlenka, der am Dienstag einen neuen Vertrag bei Werder unterzeichnet hat, bei einer Rettungsaktion im Spiel gegen Eintracht Frankfurt verletzte, wurde Plogmann eingewechselt. Bundesliga-Debüt – mit 18 Jahren. Doch es sollte sein einziger Einsatz im Oberhaus bleiben. Wenig später ging es für Plogmann zurück zur U23, fortan hütete er nur noch in der Regionalliga Nord den Bremer Kasten. Mehrere Verletzungen erschwerten Plogmann allerdings das Erklimmen der Karriereleiter, auch eine vielversprechende Leihe zum SV Meppen endete im Herbst 2020 verletzungsbedingt vorzeitig.

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Plogmann kehrte zu Werder zurück und war in der laufenden Saison nur noch die Nummer drei hinter Pavlenka und Ersatzkeeper Michael Zetterer. Beim Zweitligisten saß der talentierte Torhüter im letzten halben Jahr zwischen den Stühlen. Am Training der Profis nahm er zwar regelmäßig teil, Einsätze konnte er in 2022 aber gar nicht mehr verbuchen. Nicht einmal bei der U23 in der Regionalliga Nord: Dort durfte Plogmann zuletzt Ende 2021 neun Partien absolvieren, weil Werder sonst lieber den Nachwuchstalenten Mio Backhaus (18) und Louis Lord (18) Einsatzzeiten ermöglichen möchte. Am Sonntag feierte Plogmann schließlich ein letztes Mal gemeinsam mit der Mannschaft die Rückkehr in die Bundesliga, ehe der Club nun die Trennung veröffentlichte. Auch Plogmann meldete sich am Dienstag via Instagram zu Wort, schrieb: „Danke, Werder Bremen, für alles.“

Der Verein zollte seinem langjährigen Torwart öffentlich Respekt und betonte, dass Plogmann das Team immer unterstützt habe und ein „wertvoller Teil der Mannschaft war. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft.“ In den kommenden Wochen dürfte sich klären, wo diese liegen wird.   

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