Planänderung auf der Sechserposition

Magenprobleme stoppen Sahin

Eigentlich war Nuri Sahin bei Werder auf der Sechserposition erwartet worden, doch dann saß er nur auf der Bank. Gesundheitliche Probleme verhinderten ein Treffen mit den Ex-Kollegen auf dem Rasen.
23.02.2020, 12:02
Lesedauer: 2 Min
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Magenprobleme stoppen Sahin
Von Malte Bürger
Magenprobleme stoppen Sahin
nordphoto

Am Ende war doch wieder alles ganz anders gekommen. Werders Aufstellung gegen Dortmund bot zumindest die ein oder andere kleine Überraschung und bewies wieder einmal, dass die Sache mit der Wahrscheinlichkeit und der Fußball eben doch nicht ganz so einfach zu kombinieren sind.

So war es beispielsweise recht wahrscheinlich, dass Yuya Osako nach zuletzt schwachen Auftritten eine Auszeit bekommen würde. Doch weit gefehlt, einer der Lieblingsschüler des Trainers durfte auch dieses Mal in der Startelf ran. Osakos Glück dürfte allerdings auch eng mit dem Pech eines anderen Bremer Profis zu tun gehabt haben, denn dadurch entstand eine kleine Kettenreaktion. Die zweite Überraschung war nämlich, dass Leonardo Bittencourt den gesperrten Maximilian Eggestein auf der Sechserposition neben Davy Klaassen vertrat. Dort war schließlich der Ex-Dortmunder Nuri Sahin erwartet worden, der diese Rolle aus dem Effeff beherrscht. Doch Sahin saß nur auf der Bank. Und das verwunderte - zumal er einige Tage zuvor noch reichlich Lob von Florian Kohfeldt bekommen hatte.

Sahins Fehlen hatte allerdings einen plausiblen Grund. „Leonardo Bittencourt auf der Sechs war auch ein Zeichen dafür, dass wir mutig sein wollten. Dass er dort gespielt hat, hatte aber auch damit zu tun, dass Nuri Magenprobleme hatte nach dem Abschlusstraining und dann vor dem Spiel signalisiert hat, dass es nicht geht“, sagte Florian Kohfeldt und betonte: „Sonst hätte er garantiert gespielt.“

Für Werder entwickelt sich Leonardo Bittencourt derweil zu einer Art Allzweckwaffe. Eigentlich soll er das Bremer Offensivspiel beleben, doch schon zuletzt vertrat er den verletzten Theodor Gebre Selassie wochenlang auf der rechten Außenbahn. Anstatt nun die von Yuya Osako besetzte Achterposition einzunehmen, gab er den Aushilfs-Eggestein. Und das tat er sogar ziemlich gut. Bittencourt kämpfte leidenschaftlich, verdiente sich mehrfach den Szenenapplaus des Publikums, als er den Borussen den Ball abluchste. Und obendrein spielte er noch ein paar hübsche Pässe in die Spitze. Da drängte sich fast die Frage auf, ob der Sechser Bittencourt nicht vielleicht sogar ein Modell für die Zukunft sein könnte - zumal Eggestein seiner Bestform weiter hinterherläuft. Florian Kohfeldt überlegte kurz, blockte dann aber ab: „Ich kann Leo schon ganz gut eine Reihe davor gebrauchen.“

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