Werder Bremen Markus Rosenberg kämpft um neuen Vertrag

Bremen. Acht Tore und fünf Torvorlagen weist die Saisonbilanz von Markus Rosenberg aus. Er ist damit nach Claudio Pizarro Werders Stürmer Nummer zwei. Werders Ehrgeiz, den Schweden für die nächste Saison zu behalten, ist allerdings gebremst.
12.04.2012, 05:00
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Markus Rosenberg kämpft um neuen Vertrag
Von Marc Hagedorn

Bremen. Acht Tore und fünf Torvorlagen weist die Saisonbilanz von Markus Rosenberg aus. Er ist damit nach Claudio Pizarro Werders Stürmer Nummer zwei, im Moment mit Treffern in Köln und nun gegen Gladbach sogar erfolgreicher als Pizarro. Werders Ehrgeiz, den Schweden für die nächste Saison zu behalten, ist allerdings gebremst. Bisher hat Klaus Allofs mit Rosenberg noch nicht einmal über die Möglichkeit einer Vertragsverlängerung gesprochen.

Die Wahl zum "Man of the Match", zum "Spieler des Spiels", hat bei Werder inzwischen schon eine gewisse Tradition. Meistens Claudio Pizarro, sehr oft zuletzt auch Sokratis erhielten in dieser Saison den Ehrentitel, den die Journalisten nach jedem Werder-Heimspiel vergeben. Am Dienstagabend, es war schon weit nach 22 Uhr, posierte Markus Rosenberg im Pressebereich des Weserstadions für das obligatorische Foto mit dem überdimensionalen Scheck des Hauptsponsors.

Das hatte es zuletzt am ersten Spieltag dieser Saison gegeben. Seinerzeit, beim 2:0-Auftaktsieg über den 1. FC Kaiserslautern, hatte Rosenberg beide Bremer Tore erzielt. Am Dienstag beim 2:2 gegen Mönchengladbach hatte Rosenberg auch wieder getroffen, zum achten Mal in dieser Saison. Diese Bilanz, plus fünf Torvorlagen, weist ihn ligaweit als einen Stürmer der gehobenen Mittelklasse aus.

Andere wie der Leverkusener Nationalspieler Andre Schürrle (4 Tore+5 Assists), der Stuttgarter Nationalspieler Cacau (5+1) und selbst der seit Wochen hochgelobte (Ex-)Nationalspieler Mike Hanke (8+4) aus Gladbach haben auf dem Papier weniger zum Erfolg ihrer Mannschaften beigetragen als Rosenberg. Dazu kommt beim Bremer noch das Pech bei einem halben Dutzend Pfostenschüssen. Trotzdem hält sich in Bremen die Wertschätzung für den zweitbesten Stürmer nach Top-Star Claudio Pizarro (16 Treffer) in Grenzen.

Allofs: Er tut mehr

Aus gutem Grund: "Ich hätte normalerweise viel mehr Tore machen müssen", sagt Rosenberg selbst mit Blick auf diese Saison. Bei ihm wechseln sich gute und ganz schwache Leistungen krass ab. Rosenbergs Tore waren für diverse Punktgewinne gut in dieser Spielzeit, aber manch ein Auftritt war auch sehr uninspiriert, ohne Biss und Körperspannung.

Bei Werder haben sie ihm das schon viele Male vorgehalten. Nicht von ungefähr lobte Klaus Allofs am Dienstag deshalb nicht die zurückgekehrte Torgefahr des Schweden, sondern merkte süffisant an: "Das fällt ja nicht vom Himmel." Gemeint war damit, dass Rosenberg diesmal umsetzte, was alle von ihm erwarten, und was er offensichtlich ja auch tatsächlich leisten kann. Nochmal Allofs: "Er tut mehr, er verhält sich geschickter im Zweikampf." Rosenberg selbst findet das nicht. "Ich spiele wie immer", sagt er.

Bisher keinerlei Signale von Werder

Für diese Leistungssteigerung wurde es bei Rosenberg höchste Zeit, denn sein Vertrag in Bremen läuft im Sommer aus. Und ob Werder, das sparen muss, ihn halten will, ist äußerst fraglich. Klaus Allofs hat mit Rosenberg bisher offenbar noch nicht einmal die Möglichkeit erörtert, ob eine Vertragsverlängerung überhaupt infrage käme. "Da gibt es nichts, keine Gespräche", sagt Rosenberg. Werders Position ist klar: Bei Rosenberg ("Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier wohlfühle.") stimmt aus Vereinssicht das Verhältnis zwischen Millionengehalt und Leistung nicht zuverlässig genug. Einerseits.

Andererseits: Sollte Claudio Pizarro gehen, wäre es aus Bremer Sicht gewagt, auch den zweiten Mann im Sturm abzugeben. So spielt Rosenberg womöglich auf Bewährung. Er ahnt es. Aber er gibt sich zuversichtlich: "Ich denke im Moment nicht zu viel nach. Ich fühle mich gut, ich habe ein gutes Gefühl vor dem Tor." Werder - und Markus Rosenberg - können es gebrauchen.

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