Gegen Paderborn Mbom bei Werder vor dem Startelf-Comeback

Gegen Paderborn könnte Manuel Mbom sein Comeback in der Werder-Startelf erleben - Grund sind die Personalprobleme in der Verteidigung.
20.01.2022, 17:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Sander

Geglänzt hatte wirklich niemand. Manuel Mbom traf es damals, im August 2021, aber besonders hart. Beim 1:4-Heimdesaster des SV Werder gegen den SC Paderborn musste der als Rechtsverteidiger einer Viererkette aufgebotene U21-Nationalspieler schon nach 45 Minuten vom Platz – weil er seinen Gegenspieler Sven Michel so überhaupt nicht hatte halten können. 0:3 lagen insgesamt desolate Bremer zu diesem Zeitpunkt zurück, Mbom wurde dafür gemeinsam mit dem Verteidigerkollegen Lars Lukas Mai unmittelbar abgestraft, musste in der Kabine bleiben. Und fand nach zuvor drei Startelfeinsätzen in Folge in den kommenden beiden Partien gar keine Berücksichtigung mehr bei Trainer Markus Anfang.

Unter dessen Nachfolger Ole Werner spielt Mbom mit lediglich 23 Einsatzminuten in vier Partien bislang nur eine Nebenrolle, doch wie es der Zufall will, wird der 21-Jährige vermutlich ausgerechnet gegen Paderborn und dessen Top-Torschützen Michel (14 Saisontreffer) wieder gebraucht. Die Personalnot auf der rechten Seite verhilft Mbom möglicherweise zum Startelf-Comeback. Zuletzt hatte er am zwölften Spieltag gegen Schalke 04 (1:1) von Anfang an gespielt.

„Er ist nicht die einzige Option für die Position, aber mit Sicherheit eine“, sagt Werner über Mboms Einsatzchancen. Doch wer die anderen Kandidaten sein sollen, verrät der Coach nicht. Bei einem gründlichen Blick in den Kader findet sich auch kein anderer Spieler, auf den zutrifft, was Werner über Mbom und die Position als rechter Part in der Fünferkette sagt: „Er ist jemand, der das schon gespielt hat.“ Die Corona-Infektion, die Mbom zu Beginn des Jahres kurz in die Trainingspause gezwungen hatte, spielt aktuell keine Rolle mehr, so Werner: „Manu hat die ganze Woche mit der Mannschaft trainiert und dabei einen ordentlichen Eindruck gemacht.“

Die Not bei Werder entsteht, weil Felix Agu, Stammspieler auf der rechten Seite in den vergangenen Partien, mit Patellasehnen-Problemen auszufallen droht. Werner spricht nicht mal mehr von einer echten Chance auf rechtzeitige Genesung, sondern nur noch von einer „Resthoffnung auf positive Nachrichten“. Agus eigentlicher Vertreter Mitchell Weiser fehlt sicher, der ungeimpfte Profi hat sich zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit mit dem Corona-Virus infiziert.

Bleibt also noch Manuel Mbom, der das Hinspiel entweder als mentale Last oder aber als zusätzliche Motivation empfinden dürfte. Werner spricht ihm – oder einem anderen Vertreter – Mut zu: „Wir haben eine Menge Jungs, die zuletzt in der zweiten Reihe standen und darauf brennen, von Beginn an zu spielen.“ 

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