Wie geht's mit Sahin weiter?

Mehr Physis, mehr Spielzeit

Philipp Bargfrede ist verletzt, für Nuri Sahin ist somit der Weg auf der Sechserposition frei. Ganz so einfach ist die Rechnung dann allerdings doch nicht, wie Werder-Trainer Florian Kohfeldt erklärt.
13.01.2020, 16:04
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Von Malte Bürger
Mehr Physis, mehr Spielzeit

Trainer Florian Kohfeldt wünscht sich größere kämpferische Qualitäten von Nuri Sahin.

nordphoto

Bremen. Und plötzlich kam dieser verflixte 17. Dezember. Eben jener Tag, der Werders Fans ebenso wie allen unmittelbar Beteiligten einen Schock versetzte. Nach dem 0:5-Debakel gegen Mainz war jedenfalls nichts mehr wie es war. Das galt auch für Nuri Sahin, der in der Hinrunde 13 Mal in der Startelf stand, in dieser Partie aber schon nach 27 Minuten ausgewechselt wurde. In Köln blieb er dann anschließend gänzlich Zuschauer. „Gegen Mainz waren wir alle unfassbar schlecht, und Nuri hat es zu dem Zeitpunkt getroffen. Da hätte ich aber auch zehn andere auswechseln können“, sagt Trainer Florian Kohfeldt rückblickend. Unangenehm war die Situation für den Spieler dennoch, gerade jetzt im rauen Abstiegskampf ist daher nicht uninteressant, wie es mit Sahin weitergeht.

„Wir haben gesprochen darüber, so wie ich mit jedem gesprochen habe“, sagt Kohfeldt. „Es war sehr beruhigend, aber auch sehr erwartbar aus meiner Sicht, dass da auch eine große Einsicht war. Weil: Alle Spieler haben mir sehr deutlich signalisiert, dass sie verstanden haben, dass es jetzt nicht um einzelne Spieler geht, sondern um die gesamte Gruppe.“ Folglich habe auch die vertrauensvolle Beziehung zwischen Spielern und Coach nicht gelitten, sagte Kohfeldt.

Und es kann ja auch gut sein, dass Sahin gegen Düsseldorf direkt wieder von Beginn an spielt – zumal Philipp Bargfrede ausfällt (siehe Extrameldung). Eine Garantie gibt es aber keine. „Nein, klar ist das nicht“, betont Florian Kohfeldt. So habe sich Benjamin Goller auf Mallorca in den Augen seines Trainers „mehr und mehr zu einer echten Alternative entwickelt“, folglich könnte der Sahin-Platz in einem veränderten System für eine Offensiv-Rochade benötigt werden. Wenn nämlich Goller dann auf die Außenbahn rückt, „wird für Leonardo Bittencourt auch endlich die Acht frei“, sagte Kohfeldt.

Allerdings ist auch Nuri Sahin im Trainingslager nicht untätig gewesen. „Er hat auch seine Zeichen gesetzt, ich fand seine Halbzeit gegen Monza schon so, dass er gezeigt hat: Ich bin auch bereit, den körperlichen Weg komplett zu gehen und dagegenzuhalten“, sagte Kohfeldt, der im Abstiegskampf auch die physische Komponente in den Vordergrund rückt. „Wenn er das tut, und dazu seine fußballerische Qualität einbringt...“, setzte Werders Coach an, ohne den Satz jedoch zu beenden. Aber auch so war klar, dass Sahin dann wohl wieder gute Chancen auf die Startelf haben dürfte.

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