Werder Bremen Mertesacker gibt Anlass zu Spekulationen

Bremen. Ein klares Bekenntnis zu Werder Bremen hat Per Mertesacker nach dem Sieg gegen Kaiserslautern nicht abgegeben. Im Gegenteil: Der neue Kapitän lässt seine sportliche Zukunft betont offen - und heizt so die Spekulationen an.
07.08.2011, 12:18
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Während die Fans im Weserstadion noch ungewöhnlich lange den 2:0 (0:0)-Auftaktsieg von Werder Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern feierten, sprach Per Mertesacker in den Katakomben über seine Zukunft - und es klang wie eine Art Abschiedsrede.

"Was genau passiert, kann ich nicht sagen", antwortete der Nationalspieler auf Fragen zu einem möglichen Wechsel und fügte an: "Das Thema ist schwierig." Das ist es in der Tat, vor allem für Werder, den lange erfolgreichen, nun aber klammen Verein.

"Passiert ist noch nichts", sagte der Innenverteidiger, der seinen Wert für die Bremer nach langer Verletzungspause eindrucksvoll demonstriert hatte und als Kapitän auflief. Aber eine klare Aussage zu Werder ließ Mertesacker vermissen, erweckte stattdessen den Eindruck, dass er den nicht mehr international spielenden Klub schon sehr bald verlassen könnte.

"Für Nationalspieler ist es sicherlich eine gute Sache, auch mal im Ausland Erfahrung zu sammeln", sagte der aus Hannover gekommene Abwehrmann, dessen Vertrag in Bremen nur bis 2012 läuft. "Wann das genau passiert, steht in den Sternen." Ein Angebot liegt beim Verein offensichtlich noch nicht vor, aber bis zum Ende der Transferperiode kann es ganz schnell gehen.

Werders Klubchef Klaus Allofs versuchte Gelassenheit zu demonstrieren. "Warum soll ich mir Gedanken machen über Dinge, die höchstwahrscheinlich nicht eintreten?", sagte Allofs, der am Ende der nun begonnenen Saison keine Ablöse mehr für Mertesacker kassieren kann.

Der Sieg gegen die schwachen Lauterer und weitere Erfolge in den kommenden Wochen könnten Argumente für Mertesacker sein, der international spielen will, was in Bremen jedoch nicht mehr selbstverständlich ist. "Es sind andere Zeiten", sagte der Nationalspieler: "Alle schauen, wie es läuft."

Denn seit Sonnabend weiß nicht nur Werder, dass Per Mertesacker zurück ist. Das haben auch andere Vereine gesehen. (wk/dpa)

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