So könnte Werder gegen Leverkusen spielen

Mit Kainz, Harnik – oder Pizarro

Mit ordentlich Rückenwind, aber ohne Philipp Bargfrede: Vor der Partie gegen Bayer Leverkusen sieht sich Werder in die Favoritenrolle gedrängt. Wie könnte Florian Kohfeldt sein Team aufstellen?
30.10.2018, 17:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Cedric Voigt
Mit Kainz, Harnik – oder Pizarro
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Viele Fragen bleiben nicht offen vor der Partie gegen Bayer Leverkusen (Sonntag, Anstoß: 18 Uhr): Florian Kohfeldts Werder-Mannschaft kann auf den zweiten Tabellenplatz springen, zeigte sich zuletzt ungemein formstark und darf im Weserstadion zurecht als Favorit gegen den Europa-League-Teilnehmer gelten. Entsprechend ist zu erwarten, dass die Grün-Weißen von Beginn an Druck auf das Team von Trainer Heiko Herrlich machen wollen.

Nuri Sahin als Spielgestalter im Mittelfeld ist daher aufgrund des Ausfalls von Philipp Bargfrede (Muskelfaserriss) nicht nur die einzige wirkliche Option für die Sechserposition, sondern auch die folgerichtige. Werder muss agieren, und dabei helfen dürfte eine eingespielte Achse im Spielaufbau.

Neben Sahin ist auch Abwehrchef Niklas Moisander gesetzt, Keeper Jiri Pavlenka ist ohnehin unumstritten. Milos Veljkovic als zweiter Innenverteidiger sowie Ludwig Augustinsson auf links und der formstarke Theodor Gebre Selassie auf der Rechtsverteidigerposition dürften die bewährte Defensive komplettieren. Und auch an Davy Klaassen und dem Mann der Stunde, Maximilian Eggestein, dürfte wenig zu rütteln zu sein: Die zwei laufstarken Achter werden aller Voraussicht nach das zentrale Mittelfeld der Werderaner bilden.

Zahlreiche Offensiv-Optionen

Bleibt einmal mehr die Offensive als kleines Fragezeichen: Wie möchte man die Leverkusener am liebsten testen? Denkbar ist die klassische 4-3-3-Formation, in der Max Kruse als zentraler Mann gesetzt ist. Daneben wäre Yuya Osako die wahrscheinlichste zweite Wahl, beste Chancen auf die zweite Position auf dem Flügel hätten Florian Kainz, der als Dribbler auf die linke Seite passen würde, oder Martin Harnik, der von der Rechtsaußenposition in die Tiefe starten und im Strafraum auftauchen könnte.

Wahrscheinlich ist, dass Kohfeldt sich einmal mehr für Kainz entscheidet: Harnik ist zwar wieder eine Option für den Kader, spielte aber bereits beim Test gegen Arminia Bielefeld lediglich 30 Minuten und wäre wohl eher als Joker eine Option. In einer anderen taktischen Variante, der klassischen Mittelfeld-Raute, könnte Werder auf Flügelspieler verzichten und stattdessen neben Kruse und Osako einen weiteren zentralen Mann aufbieten – etwa Claudio Pizarro.

Wegen der etwas schwächer abgesicherten defensiven Außenbahnen ist die Raute gegen die starken Leverkusener Flügelspieler zwar riskant, Charme hätte ein Einsatz des Altmeisters allerdings trotzdem: Pizarros letzter Treffer im Werder-Trikot gelang dem Peruaner am 10. März 2017 gegen Bayer Leverkusen.

So könnte Werder gegen Leverkusen spielen:

Das ist der Stand der Dinge nach dem Werder-Abschlusstraining:

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