Plogmann: „Hätte schon Bock“

Muss Werder-Torwart bei Olympia als Feldspieler ran?

Mit nur 15 Feldspielern ist das deutsche Fußball-Team zu den Olympischen Spielen nach Tokio gereist. Nach Sperren und Verletzungen könnte nun Werder-Torwart Luca Plogmann Einsatzzeit winken - als Feldspieler.
27.07.2021, 13:08
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Hanke
Muss Werder-Torwart bei Olympia als Feldspieler ran?

Könnte bei den Olympischen Spielen als Feldspieler zum Einsatz kommen: Werder Bremens Torhüter Luca Plogmann.

Matt Slocum / dpa

Deutschland ist schon mit einem zu kleinen Fußball-Kader zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio gefahren, jetzt entsteht echte Personalnot. Muss in den nächsten Spielen sogar Luca Plogmann, der Torwart des SV Werder Bremen, als Feldspieler aushelfen? Möglich!

Weil Trainer Stefan Kuntz beim 3:2-Sieg gegen Saudi-Arabien die Spieler ausgingen, stand Ersatztorwart Svend Brodersen schon zur Einwechslung als Feldspieler bereit. Im Training hat auch Luca Plogmann als eigentlich dritter Keeper bereits für den Notfall im Feld geübt. Und er würde sich einen Einsatz auf fremder Position durchaus zutrauen: „Ich hätte schon Bock auf Einsatzzeit hier bei Olympia. Von mir aus auch als Feldspieler“, sagt der 21-Jährige der „Bild“.

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Seine Mutter, erzählt Plogmann, wäre begeistert. „Sie wollte eigentlich nie, dass ich Torwart werde, sondern im Feld bleibe.“ Bis zu seinem 14. Lebensjahr war Plogmann Feldspieler, ehe er in der Jugend beim SV Werder Bremen zum Torhüter umschulte. „Jetzt im Training mal wieder richtig im Feld mitzuspielen, macht schon Spaß. Und wenn es wirklich so kommen sollte, dann kriegen wir das auch irgendwie als Team hin. Im Training hat es bisher gut geklappt.“ Wie die „Bild“ berichtet, hat bei den Acht-gegen-Acht-Spielen im Training immer die Mannschaft mit einem Torwart als Feldspieler gewonnen.

Plogmanns Keeper-Kollege Svend Brodersen hofft derweil, nicht als Feldspieler ranzumüssen. „Zum Glück kam es nicht so weit, dass ich einspringen musste. Wenn, wäre ich vorne besser aufgehoben, da kann ich weniger Schaden anrichten.“ Gegen Saudi-Arabien wäre es fast schon so weit gewesen, glücklicherweise hat es beim angeschlagenen Marco Richter dann aber doch für einen Kurzeinsatz gereicht. Aber die Lage bleibt angespannt, Trainer Kuntz gehen die Optionen aus.

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Wegen vieler Absagen ist die deutsche Delegation ohnehin schon dezimiert nach Japan gereist, nur 18 von 22 möglichen Kaderplätzen wurden besetzt. Nach einer Gelb-Roten Karte für Maximilian Arnold im ersten Spiel gegen Brasilien (2:4) standen Kuntz im zweiten Spiel nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung. Dann flog auch noch Amos Pieper nach einer Notbremse mit Rot vom Platz, fehlt nun vermutlich für zwei Spiele. In Anton Stach, Benjamin Henrichs und Jordan Torunarigha sind außerdem drei Spieler mit Gelb vorbelastet. Im dritten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (Mittwoch, 10 Uhr) und einem möglichen Viertelfinale könnte es richtig eng werden. (han)

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