Wontorra und Co. brauchen weiter Geduld

Aufsichtsrat soll im Mai gewählt werden

Das Coronavirus wirbelt die Planungen überall kräftig durcheinander. Bei Werder ist das nicht anders. Die verschobene Mitgliederversammlung soll nun möglichst im Mai im Weserstadion abgehalten werden.
03.02.2021, 13:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Fußballspiele, Rockkonzerte, Marathonläufe – im Weserstadion gab es schon viele Veranstaltungen, nun könnte eine ganz neue dazukommen: Der SV Werder Bremen plant, seine im November wegen Corona ausgefallene Mitgliederversammlung im Weserstadion durchzuführen. Anvisiert wird der Monat Mai. Festlegen will sich der Club allerdings noch nicht, was angesichts der aktuellen Lage nachvollziehbar ist.

Andererseits sorgen die immer noch ausstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat auch für einen gewissen Druck. Denn es gibt so viele Kandidaten wie lange nicht, die ins Kontrollgremium einziehen wollen. Da möchte sich der Verein nicht nachsagen lassen, die Wahl unnötig zu verzögern. Doch Jörg Wontorra und Co. müssen sich als Herausforderer der aktuellen Aufsichtsräte noch etwas gedulden.

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„Es ist unsere Pflicht, die Versammlung so schnell wie möglich nachzuholen“, betont Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf Nachfrage der Deichstube: „Aber wir müssen natürlich abwarten, wie sich das Thema Corona entwickelt, wann überhaupt wieder Versammlungen in dieser Größenordnung erlaubt sein werden.“ Im Präsidium sei inzwischen der Beschluss gefasst worden, die Versammlung nicht vor Ende April anzusetzen. Es soll auch unbedingt die Sechs-Wochen-Frist eingehalten werden, die zwischen Einladung und Veranstaltung liegen muss. Das ist ganz wichtig, denn bis dahin können sich weiterhin Kandidaten für den Aufsichtsrat bewerben.

Apropos Aufsichtsrat: Die Wahl ist auch ein Grund dafür, warum eine digitale Versammlung nicht ernsthaft in Betracht gezogen wird. „Wir wollen, dass sich die Kandidaten unseren Mitgliedern richtig vorstellen können – also direkt und nicht online. Dafür ist das viel zu wichtig“, erklärt Hess-Grunewald.

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Die Sporthalle an der Hemelinger Straße kommt dafür diesmal nicht infrage, dort können die wahrscheinlich auch im Mai noch geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Ein Umzug in die Messehallen auf der Bürgerweide ist auch vom Tisch, weil dort das Impfzentrum für Bremen eingerichtet wurde. Die einzige Alternative heißt nun Weserstadion. „Aber nicht in den VIP-Räumen, sondern unter freiem Himmel“, berichtet Hess-Grunewald. Damit geht Werder auch auf Nummer sicher, was die Teilnehmerzahl betrifft. Die könnte viel höher als sonst sein, schließlich hat Kandidat Jörg Wontorra behauptet, dass ihn eine Gruppe von fast 300 Fans unterstützt. Insgesamt hat Werder 40 000 Mitglieder, die Hälfte davon ist stimmberechtigt. Bislang machten von diesem Recht meistens nur 300 Personen Gebrauch.

Und was passiert, wenn es auch im Mai nicht klappt? Dann hofft Werder auf eine Corona-Entspannung im Juni oder Juli. Bis dahin erledigt der aktuelle Aufsichtsrat seine Aufgaben weiter. Axel Plaat und Marco Fuchs sind dabei als Entsandte des Vereins bereits für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden. Marco Bode, Kurt Zech, Andreas Hoetzel und Thomas Krohne müssen sich zur Wahl stellen. Als Herausforderer sind bislang neben dem TV-Moderator Jörg Wontorra, auch der pensionierte Staatsrat Henning Lühr und Maria Yaiza Stüven Sanchez bekannt.

Die Deichstube ist die Werder-Redaktion des WESER-KURIER. Im Internet unter www.deichstube.de oder als App für iPhone und Android-Handys.

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