Nach Partie gegen Leipzig

Kohfeldts besonderer Schutz für Werder-Talent Dinkci

Werder-Trainer Florian Kohfeldt verwunderte mit der Aufstellung seiner Mannschaft bei der Partie gegen Leipzig - auch mit dem Einsatz Eren Dinkcis, der ab der ersten Minute spielte.
12.04.2021, 12:50
Lesedauer: 1 Min
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Von Björn Knips
Kohfeldts besonderer Schutz für Werder-Talent Dinkci

Eren Sami Dinkci genießt besonderen Schutz von Kohfeldt - der Trainer ist vom jungen Werder-Talent überzeugt.

Andreas Gumz

Er war die große Überraschung in der Startelf des SV Werder Bremen, doch Eren Dinkci konnte dann gegen RB Leipzig nicht wie erhofft überraschen. Werder-Coach Florian Kohfeldt nahm den 19-Jährigen nach dessen Premiere in der Anfangsformation eines Bundesligaspiels aber ausdrücklich in Schutz, ohne die Leistung des Angreifers nach der 1:4-Pleite schönzureden.

„Vor Eren stelle ich mich. Ich glaube an den Jungen. Er muss Kritik an seiner Leistung akzeptieren, weil er bis auf die eine Aktion, die er ganz schön macht, natürlich nicht viele Situationen hatte“, sagte Kohfeldt und sprach dabei die Szene in der 21. Minute an. Von der rechten Strafraumkante aus hatte es Dinkci frech mit einem Schlenzer versucht und das Tor nur knapp verfehlt. Es war die erste Chance der Bremer, die dann von Leipzig binnen 14 Minuten auseinandergenommen wurden und schon vor der Pause mit 0:3 hinten lagen. Dabei wirkte nicht nur Dinkci überfordert.

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„Ich hatte das Gefühl, dass er so weit ist, deshalb lasst die Kritik auf mich herabprasseln“, richtete Kohfeldt nach der Partie einen kleinen Appell an die Journalisten und ließ noch ein Versprechen folgen: „Der Junge wird kommen!“
Nach vier Kurzeinsätzen in der Liga, inklusive seiner unglaublichen Premiere mit dem Siegtor beim 1:0 in Mainz kurz vor Weihnachten, durfte Dinkci gegen Leipzig zum ersten Mal von Beginn an ran. Der 19-Jährige sollte vor allem seine Schnelligkeit, seine Zielstrebigkeit und natürlich seine Unbekümmertheit ausspielen.

Seine Statistik in der ersten Halbzeit war auch gar nicht so schlecht: ein Torschuss, zwei Torschussvorlagen, 19 Ballkontakte, mit 32,45 km/h zweitschnellster Bremer nach Felix Agu (32,48) und eine Pass- und Zweikampfquote von jeweils 67 Prozent. Trotzdem endete die Partie für den gebürtigen Bremer, der erst mit 17 Jahren zum SV Werder gewechselt war, nach Durchgang eins: Kohfeldt brachte Milot Rashica für Dinkci in die Partie. Letztlich hatte sich das Talent zu selten durchsetzen können, was gegen die stärkste Abwehr der Liga allerdings auch keine Überraschung war. kni

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