Nach Rot-Foul in Bielefeld

Werder bangt um Niclas Füllkrug

Nur vier Minuten war Niclas Füllkrug auf dem Platz, ehe der Stürmer von Werder Bremen böse gefoult wurde. Der Bremer Pechvogel könnte nun beim Spiel gegen die Bayern am Wochenende ausfallen.
10.03.2021, 21:57
Lesedauer: 2 Min
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Von Björn Knips

Ausgerechnet Niclas Füllkrug: Den Stürmer des SV Werder Bremen hat es möglicherweise schon wieder erwischt, er wurde beim 2:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld böse von hinten von den Beinen geholt. Werder-Coach Florian Kohfeldt wollte einen Ausfall nicht ausschließen, hielt die von der Video-Assistentin eingeforderte und dann auch gegebene Rote Karte für Übeltäter Nathan de Medina aber nicht für zwingend notwendig.

Werder: Füllkrug mit Schwellung am Fuß

„Niclas liegt in der Kabine und kann nicht auftreten. Der Fuß ist schon ziemlich geschwollen“, berichtete Kohfeldt, mochte aber keine Prognose abgeben, ob Füllkrug eine längere Pause droht. Immerhin sei die Achillessehne nicht direkt betroffen, Füllkrug brachte die Partie auch zu Ende. Und das ist schon mal kein schlechtes Zeichen. Ein erneuter Ausfall wäre für Füllkrug besonders bitter, nachdem er die vergangene Saison fast komplett verpasst hatte und auch in dieser Saison schon mehrfach ausgefallen war.

Trotz der Sorge um seinen Spieler blieb Kohfeldt bei der Bewertung der folgenschweren Szene in der 68. Minute ganz sachlich. „Das war schon ein hartes Foul, aber ich hätte es bei Gelb belassen, wenn der Schiedsrichter es erst so entscheidet“, urteilte der Coach. Im Mittelfeld hatte de Medina zur Grätsche angesetzt, dabei zwar leicht den Ball getroffen – aber dann eben auch mit voller Wucht die Achillessehne von Füllkrug. Schiedsrichter Markus Schmidt entschied sofort auf Foul und zeigte dem Bielefelder die Gelbe Karte. Füllkrug musste etwas länger auf dem Platz behandelt werden und erkundigte sich anschließend mit Schmerz verzerrtem Gesicht ganz offensichtlich beim Unparteiischen, warum de Medina noch weiterspielen durfte. Als die Partie gerade fortgesetzt werden sollte, griff Video-Assistentin Bibiana Steinhaus ein und schickte Schmidt zum Bildschirm am Spielfeldrand. Anschließend gab es Rot für de Medina.

Ärger um Rote Karte für de Medina

Sehr zum Ärger von Arminia-Coach Frank Kramer: „Es war ein klarer Kampf um den Ball, da war keine Absicht dahinter, jemanden zu verletzen. Wenn der Schiedsrichter dann auf Gelb entschieden hat, dann ist das keine klare Fehlentscheidung und es muss nicht eingegriffen werden.“ So sah es auch Werder-Profi Maximilian Eggestein: „Wenn es auf unserer Seite gewesen wäre, würde ich sagen: Die Rote Karte ist ein bisschen hart.“
Füllkrug wird das herzlich wenig interessieren, er muss hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Sein Einsatz am Samstag gegen den FC Bayern ist in jedem Fall gefährdet.

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