Plogmann muss sich bei Werder neu beweisen Alles auf Anfang

Als Leihspieler des SV Meppen riss sich der 20-jährige Luca Plogmann während der Partie bei Dynamo Dresden die Patellasehne im rechten Knie. Nach der Reha soll der Keeper in Bremen den nächsten Anlauf nehmen.
28.02.2021, 10:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Eintracht Frankfurt – mit diesem Vereinsnamen wird Luca Plogmann wohl für immer eine äußerst angenehme Erinnerung verbinden. Schließlich feierte er damals, am 1. September 2018, sein Bundesliga-Debüt während des Auswärtsspiels gegen die Hessen. Als Werders Stammkeeper Jiri Pavlenka zu Beginn der zweiten Hälfte verletzt vom Platz musste, sprang Plogmann ein und machte seine Sache beim Bremer 2:1-Erfolg ordentlich. Diesem jungen Torhüter, so dachten sie bei Werder damals, könnte eines Tages die Zukunft zwischen den Pfosten gehören. Bis heute ist dieser Tag allerdings noch nicht gekommen. Als Werder am Freitagabend ein weiteres Mal gegen die Eintracht antrat (das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest), hatte Plogmann damit längst nichts mehr zu tun, weil seine Karriere im vergangenen Oktober urplötlich ausgebremst wurde.

Zur Erinnerung: Als Leihspieler des SV Meppen riss sich der 20-Jährige während der Partie bei Dynamo Dresden die Patellasehne im rechten Knie. „Das war ein Schock, den ich erstmal verdauen musste“, sagte er kurz danach im Interview mit der DeichStube. Werder beendete das Leihgeschäft mit Meppen nach Plogmanns Verletzung zu Jahresbeginn vorzeitig. Nach der Reha soll der Keeper in Bremen den nächsten Anlauf nehmen. Werders Sportchef Frank Baumann sagt: „Luca ist noch nicht so weit, dass er auf dem Platz schon wieder Torwart-Trainingseinheiten absolvieren kann. Er ist aber auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass er im April auf den Trainingsplatz zurückkehren kann.“

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Um dieses Ziel zu erreichen, schuftet Plogmann aktuell außerhalb Bremens in einem Rehazentrum täglich für seine Genesung. Den Traum von der Bundesliga hat der gebürtige Bremer dabei nicht aufgegeben. „Ich will allen zeigen, dass es das nicht gewesen ist“, hatte er kurz nach seiner Verletzung betont. Bei Werder wird er sich nach der Rückkehr aber wieder komplett von Neuem anbieten müssen.

Hatte Plogmann vor der Leihe nach Meppen zur festen Trainingsgruppe des Profikaders gehört und den Stammplatz im Tor der Bremer U 23 (Regionalliga Nord) sicher gehabt, ist sein Status ab sofort ein anderer. „Er wird erstmal mit der U 23 trainieren“, kündigt Baumann an, will Plogmann aber noch keine Regionalliga-Einsätze in Aussicht stellen. Zum einen nicht, weil noch immer unklar ist, wann und ob die Saison fortgesetzt wird. Und zum anderen, weil Eduardo dos Santos Haesler, die aktuelle Nummer eins des Teams, „es sehr gut macht“, wie Baumann betont. „Im Sommer müssen wir unsere Torhüter-Situation dann neu bewerten“, sagt der Sportchef.

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In Jiri Pavlenka, Michael Zetterer, Stefanos Kapino (derzeit nach Sandhausen verliehen), dos Santos Haesler und eben Plogmann hätte Werder dann theoretisch fünf Keeper im Verein. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass nicht alle bleiben. Plogmann weiß, dass es für ihn wieder auf Reisen gehen könnte, um andernorts Erfahrung zu sammeln. „Noch ein Jahr verliehen zu werden, wäre vielleicht nicht verkehrt“, hatte er schon kurz nach seiner Verletzung festgehalten.

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