Kommentar zum Mainz-Spiel

Nachlegen statt nachlassen

Zuletzt lief in der Liga vieles richtig gut bei Werder, doch wer sich jetzt ausruht und zurücklehnt, riskiert im Endspurt einen schmerzhaften Sturz. Ein Kommentar von Mein-Werder-Reporter Malte Bürger.
29.03.2019, 15:12
Lesedauer: 1 Min
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Nachlegen statt nachlassen
Von Malte Bürger
Nachlegen statt nachlassen
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Die Situation ist rosig, im Grunde jagte bei Werder eine gute Nachricht die nächste. Maximilian Eggestein durfte in den erlauchten Kreis der Nationalmannschaft, Florian Kohfeldt wurde vom DFB zum Trainer des Jahres gekürt. Und dann ist da ja auch noch die sportliche Situation der Bremer, mit zwei Siegen im Rücken und noch immer ungeschlagen im Jahr 2019 geht es am Sonnabend ins Heimspiel gegen Mainz. Europa ist zum Greifen nah. Mit anderen Worten: Mehr Schwung kann es vor dem Endspurt in der Liga gar nicht geben.

Werder wird die zusätzliche Energie auch brauchen, um sich die starke Konkurrenz vom Leib zu halten. Als alleiniger Erfolgsgarant taugt der Blick in die jüngere Vergangenheit allerdings nicht. Werder hat sich die ausgezeichnete Ausgangslage hart erarbeitet – und tut gut daran, jetzt nicht ein winziges Prozentpünktchen nachzulassen. Im Gegenteil: Die Kohfeldt-Elf sollte die Schlagzahl bestenfalls weiter erhöhen. Der aktuelle Gegner Mainz 05 ist dabei der perfekte Charaktertest. In der Hinrunde gab es nach einem phasenweise jämmerlichen Auftritt eine ebenso bittere wie verdiente Auswärtsniederlage. Seinerzeit folgten bis zur Winterpause allerlei Wochen der Ernüchterung. Es ist also Zeit zur Wiedergutmachung. Die Mittel dafür hat Werder fraglos, doch sie müssen einmal mehr kompromisslos in die Waagschale geworfen werde. Denn sonst war der vorherige Rückenwind nicht mehr als nur ein laues Lüftchen.

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